„Shrekking“: Neuer Dating-Trend entfacht Diskussion - "Toxisches Phänomen"

Immer mehr Singles glauben, dass der Dating-Trend "Shrekking" sämtliche Probleme lösen könnte. Doch stattdessen hat das Phänomen eine Debatte entfacht und wird sogar als "toxisch" bezeichnet.
„Shrekking“: Neuer Dating-Trend entfacht Diskussion - "Toxisches Phänomen"
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In den vergangenen Wochen hat sich ein neuer Dating-Trend etabliert. Das sogenannte „Shrekking“ wird insbesondere bei der Generation Z immer beliebter. Tatsächlich kann man dieses Phänomen wörtlich nehmen, denn im Mittelpunkt steht die Figur „Shrek“ aus dem gleichnamigen Animationsfilm.

Der sympathische Oger rettet die Prinzessin Fiona und die beiden werden ein glückliches Paar. Wollen Frauen also genauso gerettet werden wie eine Prinzessin? Nicht ganz, denn eigentlich geht es beim „Shrekking“ um das Aussehen des Partners. Singles suchen sich bewusst einen Partner oder eine Partnerin aus, die man als weniger attraktiv empfindet. 

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Gerettet werden wie Fiona? Der neue Dating-Trend "Shrekking" wird immer beliebter

Eigentlich wollen die Singles zeigen, dass es auf die inneren Werte ankommt und es nicht nur darum geht, einen besonders attraktiven Partner zu wählen, mit dem es dann aber auf allen anderen Ebenen nicht harmoniert. Allerdings hat das „Shrekking“ eine Diskussion entfacht. Einige Influencer erklären auf der Video-Plattform TikTok, dass es sich nur um eine Strategie handele, um die ganze oberflächliche Aufmerksamkeit auf sich selbst umzulenken. Oder, dass Betroffene kein Selbstvertrauen haben und durch einen unattraktiveren Partner sicherstellen wollen, dass sie im Mittelpunkt stehen. Sie vermuten auch, dass unattraktivere Partner wertschätzender seien und sie eher ein sogenanntes "Princess Treatment" erwarten können.

„Shameless Dating“: Gefeierter Dating-Trend trifft bei vielen Singles einen Nerv

Die User betiteln den neuen Trend sogar als „toxisch“ und erklären, dass weiterhin nur Äußerlichkeiten im Mittelpunkt stehen würden – lediglich in einem anderen Kontext als zuvor. Ein Märchen steckt also keinesfalls dahinter. Dennoch zeigt die Diskussion, dass immer mehr Singles unzufrieden mit der heutigen Dating-Welt sind. Im Internet und auf entsprechenden Apps geht es häufig nur noch darum, zu prahlen. Auch auf Instagram spielen Filter und Schönheitsoperationen eine zentrale Rolle. Der Druck ist enorm und viele Betroffene wünschen sich die alten Zeiten zurück.

Ein User erklärte, dass er sich komplett zurückgezogen hat und nicht versteht, wie sich die Gesellschaft „derart verändern“ konnte. Das neue Phänomen scheint dieses Problem zwar nicht zu lösen, doch es führt zu einer wichtigen Debatte, die viele Menschen berührt und den Blick zurück auf das Wesentliche lenken könnte.