Das Robert Koch Institut hat kürzlich die neuesten Zahlen zum Infektionsgeschehen in Deutschland veröffentlicht. In dem Bericht heißt es, dass der Höhepunkt der Grippewelle endlich überschritten wurde. Nach Karneval kommt es bekanntermaßen jedes Jahr noch einmal zu einem Anstieg, bis es anschließend langsam weniger wird.
Genauso scheint es in diesem Jahr ebenfalls zu sein. Doch das RKI berichtete auch, dass sich die RSV-Infektionen hartnäckig halten. Die kürzlich gemeldete Anzahl der Fälle stagnierte in der achten Meldewoche. Insgesamt machten sie 17 Prozent der untersuchten Proben aus. „Die RSV-Welle hält ebenfalls noch an, in einigen Systemen nimmt die RSV-Aktivität weiter zu“, heißt es.

RSV-Fälle stagnieren: Insbesondere Kleinkinder sind betroffen
Darüber hinaus wird regelmäßig die Viruslast im Abwasser ermittelt. In den vergangenen 4 Wochen ist die RSV-Last demnach weiter angestiegen. Insbesondere Kinder kämpfen mit den Auswirkungen des Respiratorischen Synzytial-Virus. In dieser Altersgruppe kommt es häufiger zu schweren Symptomen und Krankenhausaufenthalten. Doch allgemein ist die Zahl der Hospitalisierungen durch die Impfung gesunken in den letzten Jahren. "Wir sehen weiterhin RSV-infizierte Kinder, aber deutlich weniger stationäre Patienten als vor Einführung der Immunisierung", erklärt Ulf Schulze-Sturm, Oberarzt im Kinder-UKE.
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Erwachsene erholen sich in der Regel schnell von einer Infektion und entwickeln manchmal überhaupt keine Symptome. Lediglich Vorerkrankte und Senioren sind gefährdet. Eine Infektion löst Symptome wie Schnupfen, Husten und körperliche Erschöpfung aus. Insbesondere Säuglinge können jedoch eine Lungenentzündung entwickeln. Das Virus wird hauptsächlich durch Niesen und Husten übertragen. Deshalb sollte der Kontakt zu erkrankten Personen vermieden werden. Auch das Tragen eines Mundschutzes und das regelmäßige gründliche Waschen der Hände wird unbedingt empfohlen.
