Was wie ein neues Hobby klingt, ist eigentlich ein chaotischer Dating-Trend. Das sogenannte „Puffer Fishing“ verstört aktuell Singles weltweit. Dass sich ein positives Phänomen etabliert, kommt immer seltener vor. Stattdessen entwickeln sich toxische Verhaltensweisen und zerstörerische Dynamiken.
Auch beim „Puffer Fishing“ geht es darum, sich möglichst unauffällig aus einer Situation heraus zu manövrieren, ohne die Gefühle des Dating-Partners zu beachten. Zum „Kugelfisch“ werden die Betroffenen immer dann, wenn es beginnt ernst zu werden. Beim Dating kann es also mehr als gut laufen, bis sich die Person plötzlich zurückzieht. Doch dahinter stecken ernste Gründe. „‚Puffer Fishing‘ ist im Wesentlichen emotionaler Selbstschutz, der als Vermeidung, Chaos oder widersprüchliche Signale getarnt wird“, erklärt die Beziehungsexpertin Lisa Chen.

Ernste Hintergründe: Das steckt hinter dem Dating-Trend „Puffer Fishing“
„Dies tritt häufig bei Menschen mit vermeidendem Bindungsstil auf. Menschen mit vermeidendem Bindungsstil sehnen sich nach Nähe, aber ihr Nervensystem beginnt, Intimität als Druck oder Kontrollverlust zu interpretieren“, heißt es weiter. Das Ergebnis ist ein oft verstörendes Verhalten, dass nicht nur für den Dating-Partner unangenehm wird, sondern auch für die Person selbst. Denn sie gerät in einen destruktiven Teufelskreis.
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„Sie wünschen sich Verbundenheit, verbinden Intimität aber seit langem mit Unsicherheit und sabotieren dadurch genau das, was sie sich erhofft hatten: eine Beziehung zu einem anderen Menschen“, erklärt Chen. Manchmal stecken traumatische Erfahrungen oder frühere toxische Beziehungen dahinter. Derjenige, der zum „Puffer Fishing“ neigt, handelt also gar nicht mit böser Absicht. Dennoch verletzt er sich und andere. Die Expertin rät deshalb dazu, offen über die Ängste zu sprechen, die man während des Datings erlebt. Denn vielleicht geht es dem anderen ja ganz genauso.

