Ständig müde trotz 8 Stunden Schlaf? Diese Ursachen stecken dahinter

Man hat acht Stunden Schlaf hinter sich und ist am Tag trotzdem sofort wieder müde. Hinter diesem Problem können sich sehr verschiedene Ursachen verbergen. Experten erklären, worauf man achten sollte.
Ständig müde trotz 8 Stunden Schlaf? Diese Ursachen stecken dahinter
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Man steht nach acht Stunden Schlaf auf und wird schon nach kurzer Zeit wieder müde. Ein Szenario, das tausende Betroffene bereits kennen. Immer wieder taucht die Frage auf, woran das eigentlich liegt. Man hat sich doch früh genug ins Bett gelegt und sich um eine ordentliche Mütze Schlaf gekümmert.

Der Körper scheint trotzdem Alarm zu schlagen. Man ist erschöpft, fühlt sich irgendwie ausgelaugt und könnte am Nachmittag schon wieder weiterschlafen. „Hierfür kommen auch körperliche Erkrankungen als Ursache in Frage“, erklärt der Anästhesist und Intensivmediziner Martin Schlott. Sollten neben der Müdigkeit noch andere Symptome auftreten, rät Schlott dazu, beim Arzt vorstellig zu werden.

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Ausreichend Schlaf und trotzdem ist man müde: Experten erklären, woran das liegt

Denn zu den Erkrankungen, die sich hinter dieser Schlappheit verbergen können, zählen unter anderem Blutarmut, eine Schilddrüsenunterfunktion, Migräne, Allergien, Diabetes, Demenz oder auch bestimmte Tumore. Doch wer gesund ist und sich trotz acht Stunden Schlaf immer noch ermattet fühlt, sollte darüber nachdenken, ob vielleicht die Psyche dahintersteckt. Denn Erkrankungen wie Depressionen und Burn-Out können zu einer starken Erschöpfung führen.

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„Dauerstress, schlechte Schlafhygiene, Alkohol- und Nikotinkonsum, Home-Office-Überdruss: Unser moderner Lebenswandel ist in vielerlei Hinsicht nicht unbedingt förderlich für einen gesunden Schlaf“, sagte Schlott gegenüber der "Apotheken Umschau". Und er ist mit dieser Meinung nicht allein. „Ca. 80 % der Menschen, die unter Depressionen leiden, haben Schwierigkeiten, ein- und durchzuschlafen, und leiden an chronischer Insomnie“, betont auch die Fachärztin für Psychiatrie, Psychotherapie und Schlafmedizin Prof. Dr. Richter. 

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Ernährung und die innere Uhr: So lässt sich der Schlaf verbessern

Doch es kommt nicht nur darauf an, wie lange man schläft, sondern auch wie gut. Normalerweise durchläuft man in der Nacht vier bis sechs Zyklen aus Leichtschlaf-, Tiefschlaf- und REM-Phase. Sollte eine dieser Phasen gestört werden, kann das die Schlafqualität mindern. Dazu zählen beispielsweise nächtlicher Lärm oder eine zu hohe Umgebungstemperatur. Alkohol, Koffein oder eine ungesunde Ernährung können ebenfalls zur ständigen Müdigkeit beitragen, besonders, wenn man zu spät am Abend eine Mahlzeit zu sich nimmt.

Außerdem sollte man auf regelmäßige Schlafenszeiten achten, um sich nachts wirklich erholen zu können und die innere Uhr nicht durcheinander zu bringen. Experten empfehlen Rituale am Abend wie das "Dark Showering", um bestmöglich einschlafen zu können. Doch auch die Dauer, um sich wirklich ausgeruht zu fühlen, ist individuell. Acht Stunden gelten bei den meisten Studien als optimaler Richtwert, doch manche Menschen benötigen mehr oder weniger Zeit.