Haarausfall kann für Betroffene sehr belastend sein. Er kommt nicht nur im Alter vor, sondern steht darüber hinaus in Zusammenhang mit zahlreichen Erkrankungen. Abgesehen davon kann auch Stress dazu führen, dass man vermehrt Haare verliert und sogar kahle Stellen folgen.
„Stressbedingter Haarausfall (telogenes Effluvium) ist eine reversible Form des Haarausfalls, bei der Haarfollikel durch psychischen oder körperlichen Stress vorzeitig in die Ruhephase (Telogen) übergehen“, erklärt die Dermatologin Dr. Karin Beyer. Das Phänomen kann auch auftreten, wenn man sich in einer toxischen Beziehung befindet. Nach dem Streit mit dem Partner rauft man sich also nicht nur die Haare, man verliert sie auch, wenn man sich zu lange in dieser Partnerschaft befindet.

Eine toxische Beziehung kann Haarausfall auslösen
Passive Aggressionen, Sticheleien, Auseinandersetzungen, Entwertungen und Manipulation setzen den Körper dauerhaft unter Stress. Man versucht, das Beste aus der Beziehung zu machen, aber es klappt einfach nicht. Die Auswirkungen des hohen Stresslevels machen sich ab einem gewissen Punkt deutlich bemerkbar. Auch Haarausfall zählt zu den Symptomen. Das Stresshormon Cortisol hemmt beispielsweise das Haarwachstum. „Zum anderen erhöht sich die Anzahl der Nervenfasern, die jeden Haarfollikel umgeben. Über diese Nervenfasern werden verschiedene Botenstoffe, zum Beispiel Neuropeptide, freigesetzt. Diese Stoffe reizen Abwehrzellen (unter anderem die sogenannten Mastzellen)“, erklären die Experten der AOK.
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Es folgen unangenehme Symptome wie Juckreiz und eine Entzündung der Kopfhaut. Doch wenn der Stress nachlässt, dann können die Haare auch wieder wachsen. Deshalb ist es so wichtig, die psychische Belastung mit dem Haarausfall in Verbindung zu bringen und anschließend etwas zu verändern. Wer sich in einer toxischen Beziehung befindet oder durch andere Situationen im Alltag schwer belastet wird, sollte sich Freunden oder der Familie anvertrauen. Oft handelt es sich um den ersten Schritt in die richtige Richtung. Es können Gespräche mit einem Therapeuten folgen. Experten warnen davor, die Beschwerden nicht ernst zu nehmen.
Dauerstress und Haarausfall: Was hilft wirklich?
Wer gezielt den Haarausfall behandeln möchte, muss sich an einen Dermatologen wenden, denn im Mittelpunkt der Therapie steht die Kopfhaut. Wenn die Kopfhaut gesund ist, können auch die Haare wieder wachsen. Man kann diesen Prozess nicht nur durch Ruhe und Entspannung unterstützen, es ist auch wichtig, die Kopfhaut zu pflegen und die richtigen Produkte zu verwenden. Dazu zählen Haaröl, Haarmasken und Vitamine. Je nach persönlicher Situation kann der Arzt außerdem bestimmte Cremes und ergänzende Therapien verschreiben.

