Vorsicht vor zu viel Auswahl: So kann man gutes und schlechtes Eis erkennen

Je schöner das Wetter, desto mehr Leute gehen ein Eis essen. Dabei gibt es teilweise massive Qualitätsunterschiede bei den Produkten und „hausgemacht“-Schilder bei hohen Preisen können reine Abzocke sein.
Vorsicht vor zu viel Auswahl: So kann man gutes und schlechtes Eis erkennen
iStock / TanyaSid

Der Frühling ist endgültig da, die Temperaturen steigen und Gleiches gilt auch für die Zahlen des Eiscreme-Konsums. Seit Jahren ist der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland stabil bei etwa acht Litern. Da eine Kugel Eis im Schnitt etwa 70 Milliliter fasst, sind das circa 114 Kugeln im Jahr. Ein besonderer Favorit der Deutschen ist dabei übrigens die Sorte Vanille und damit ein echter Klassiker.

Dabei gibt es mitunter deutliche Qualitäts- und auch Preisunterschiede bei der beliebten kalt-süßen Speise. Für Verbraucherinnen und Verbraucher gibt es aber einige wesentliche Hinweise, die verraten, ob ein Produkt sein Geld auch wert ist. Diese unterscheiden sich vor allem darin, ob man Ware im Supermarkt oder in der Eisdiele kauft.

Verschiedene Eissorten an einer Theke in einer Eisdiele
iStock / bmanzurova

Auf diese Details sollte man in der Eisdiele achten

Obwohl Eisdielen den besseren Ruf genießen, ist das Risiko für Hygienemängel sogar größer. Dadurch steigt bei Verunreinigung die Gesundheitsgefahr. Ist eine Einrichtung also offensichtlich verschmutzt, empfiehlt etwa die Verbraucherzentrale Hamburg, das Geschäft lieber zu verlassen. Dabei sollte man auch auf Kleinigkeiten wie den Portionierer achten. Laut „Öko-Test“ gibt es zudem drei weitere Details:

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  • eine extrem große Auswahl
  • aufgetürmte Eiscreme
  • sichtbare Eisbildungen

Eine übermäßig große Auswahl verschiedener Sorten kann ein Hinweis darauf sein, dass es sich um Industrieprodukte mit zahlreichen Zusatzstoffen handelt. Hinweise wie „eigene Herstellung“ oder „hausgemacht“ sind in diesem Fall nicht verlässlich, da es sich nicht um rechtsverbindliche Begriffe handelt.

Wer zudem glaubt, dass eine kunstvolle, hoch aufgetürmte Präsentation ein Qualitätsmerkmal sei, der irrt sich. Je höher die Eiscreme reicht, desto wahrscheinlicher ist es, dass mit Emulgatoren gearbeitet wurde, um eine bessere Stabilität zu erreichen. Bei sichtbarer Bildung von Eisstücken und -kristallen ist ebenfalls Vorsicht geboten, da diese durch nicht ausreichende Kühlung entstehen.

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Kühlregal im Supermarkt mit verschiedenen Eiscreme-Produkten
iStock / Edwin Tan

Schlechte Eisqualität im Supermarkt erkennen

Eiskristalle sind auch bei Supermarktware ein wichtiger Hinweis. Befinden sich auf oder in einem Produkt solche Kristalle, dann ist das ein klarer Hinweis darauf, dass die Kühlkette an einer Stelle unterbrochen wurde. Die meisten kennen das wahrscheinlich, wenn sie Eiscreme aus einer großen Packung aus dem eigenen Gefrierfach essen.

Stellt man einen Teil wieder zurück, um später weiterzuessen, dann haben sich oben teilweise kleine Kristalle gebildet, die sich auch auf die Konsistenz auswirken. Solche Kristalle auf oder sogar im Eis selbst sind ein klarer Hinweis auf Qualitätsmängel, so der Verbraucherschutz. Befinden sich solche Kristalle allerdings nur an der Verpackung, gilt Entwarnung.

Aber auch von Produkten, deren Verpackung deutlich verschmutzt ist oder die sich in augenscheinlich dreckigen Gefriertruhen oder -schränken befinden, sollte man lieber die Finger lassen. Gleiches gilt für Verpackungen, die enorm hoch gestapelt oder bei falscher Temperatur aufbewahrt wurden. Grundsätzlich gilt: Je kälter ein Aufbewahrungsort ist, desto länger ist die Eiscreme noch haltbar.