„Jeder Topf findet seinen Deckel“ oder „Du triffst den Einen schon noch“ sind Sprüche, die jeder schon einmal gehört hat. Aber wer ist eigentlich der oder die Richtige? Gibt es die große Liebe überhaupt? Das sind Fragen, mit denen sich auch die Generation Z ständig beschäftigt. Die Erkenntnisse landen häufig auf Plattformen wie TikTok oder Instagram.
So entstand auch der Dating-Trend „The One“, der schon vielen Singles und auch Paaren zum Verhängnis geworden ist. Ob jemand wirklich zu einem passt, machen mittlerweile viele Menschen an oberflächlichen Dingen wie dem Aussehen, dem Kontostand oder den Hobbys fest. Doch viele Singles wünschen sich wieder mehr Romantik beim Dating.

Gefangen im ständigen Vergleich: Warum der Trend „The One“ Beziehungen zerstört
Sie glauben noch daran, „The One“ irgendwann zu finden. Was eigentlich nach einer traumhaften Liebesgeschichte klingt, kann aber auch nach hinten losgehen. Denn nicht immer heißt das, dass sich die überzeugten Verfolger dieses Trends von ihren Emotionen leiten lassen und sich auf die inneren Werte konzentrieren. Häufig verbergen sich sogar toxische Verhaltensweisen hinter dem Dating-Trend. Es entwickeln sich Vorstellungen von einem vermeintlich perfekten Partner, welche von den Menschen im Umfeld erfüllt werden sollen.
Auch interessant: Internet feiert „Yearning Man“: Warum der Trend ein Comeback erlebt
Jede Person, mit der man sich verabredet, wird mit diesem scheinbar perfekten imaginären Partner verglichen. Oft kommt es somit gar nicht mehr zu einem zweiten Date, obwohl man sich vielleicht sogar gut verstanden hat. Auch Beziehungen können durch den Trend auseinandergehen. Wenn man sich nicht in allem einig ist, der andere kein gemeinsames Haus kaufen will oder man nicht dieselben Interessen teilt, wird es plötzlich toxisch. Schlimmstenfalls folgt die Trennung, wenn er oder sie den eigenen Vorstellungen nicht gerecht wird.
Experten geben Tipps für die erfolgreiche Partnersuche
Paradoxerweise schließen die „The One“-Vertreter dadurch aus, dass sich die große Liebe überhaupt entwickeln kann. Der Psychologe Guido F. Gebauer hat in seinem Buch „A Perfect Match?“ einige Tipps veröffentlicht, die das Dating-Leben erleichtern sollen. Er erklärt beispielsweise, dass die Partnersuche kein Bewerbungsgespräch ist. Man sollte sich außerdem Zeit nehmen, den anderen wirklich kennenzulernen und keine voreiligen Schlüsse ziehen. Es ist nicht nötig, dass alle Vorstellungen gleich sind, lediglich die groben allgemeinen Lebensvorstellungen sollten übereinstimmen.
