Ärztin enthüllt, was der Ruhepuls über die Gesundheit verrät

Der Ruhepuls gilt als wichtiger Indikator für die Fitness und kann sogar Hinweise auf eine Erkrankung geben. Doch ab wann ist der Herzschlag besorgniserregend? Das sagen Experten.
Ärztin enthüllt, was der Ruhepuls über die Gesundheit verrät
Alina Mosinyan/Shutterstock

Immer mehr Menschen tragen Smartwatches und Fitnesstracker. Zwangsläufig beschäftigen sie sich dadurch auch mit ihrem Puls. Ob beim Training, in einer stressigen Situation, im Schlaf, beim Date oder einfach bei einem ruhigen Abend auf der Couch; die Smartwatch zeigt genau an, wie schnell das Herz schlägt.

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Doch was sagen die Daten eigentlich aus? Kann man durch den Ruhepuls feststellen, wie fit man ist? Die Ärztin Mallika Marshall erklärte kürzlich in einem Beitrag, dass der Ruhepuls tatsächlich verraten kann, wie hoch das Risiko für das Erleiden eines Herzinfarktes ist. Auch die aerobe Kapazität kann durch den Wert angezeigt werden. Dabei handelt es sich um die Kapazität, Sauerstoff aufzunehmen und zu transportieren.

Person fühlt ihren Puls
JackCA/Shutterstock

Lässt der Ruhepuls Rückschlüsse auf die Gesundheit zu?

Ärzte erklären immer wieder, es sei wichtig, dass sich das Herz optimal an Belastungssituationen anpassen kann. Es ist also nicht schlimm, wenn der Tracker beispielsweise große Schwankungen aufzeichnet. Beim Training kann der Puls sogar manchmal auf 180 Schläge pro Minute ansteigen. Allerdings sollte er in Ruhe dann auch wieder deutlich sinken. Bei gesunden Erwachsenen liegt er bei 60 bis 80 Schlägen pro Minute. Frauen haben oft einen etwas höheren Ruhepuls als Männer, erklärt die Deutsche Herzstiftung.

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Wann muss man sich Sorgen um den eigenen Puls machen?

Marshall erklärte allerdings, dass es den „optimalen Ruhepuls“ nicht gibt, da dieser stark vom Alter, dem Gesundheitszustand und dem allgemeinen Aktivitätsniveau abhängt. Auch Stress, Medikamente oder Hormone können dazu führen, dass das Herz schneller schlägt, obwohl es gesund ist. Menschen, die viel Sport treiben, weisen hingegen oft deutlich niedrigere Werte auf. Ist der Herzschlag dauerhaft erhöht oder zu niedrig, sollte man in beiden Fällen einen Arzt aufsuchen.

Mehr dazu: Ärztin warnt: Morgendliche Angewohnheit kann Risiko für Herzinfarkt erhöhen

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„Ein für den Durchschnittsmenschen langsamer Herzschlag ist besorgniserregend und sollte Anlass für einen Anruf beim Arzt geben“, betont auch Marshall. Die Deutsche Herzstiftung warnt in diesem Zusammenhang auch vor „Schwindel, Müdigkeit, Atemnot oder Ohnmacht“. Kommt es hingegen zu einer Tachykardie, kann dies auf Herzrhythmusstörungen hinweisen. „Wichtig ist zu klären, ob der Puls dauerhaft zu hoch ist. Ein Ruhepuls von über 100 sollte jedoch immer ärztlich abgeklärt werden“, sagt der Herzspezialist der Deutschen Herzstiftung, Prof. Dr. med. Thomas Meinertz.