Auf Plattformen wie LinkedIn und Xing wird immer häufiger vor neuen Methoden bei Bewerbungsgesprächen gewarnt. Kürzlich erzählte ein User vom sogenannten „Kugelschreiber-Test“. Der perfide Trick soll dem Bewerber zum Verhängnis werden.
Deshalb werden nun andere Arbeitssuchende vorgewarnt. Der betroffene Bewerber berichtet, wie er zuerst ganz normal an einem Tisch platzgenommen hat und über seinen Lebenslauf sprach. Es wurden bereits bekannte Fragen gestellt und die Situation wirkte wie immer. Doch plötzlich wollte der HR-Manager den Mann durcheinanderbringen und seine Geduld auf die Probe stellen. In diesem Moment kam der „Kugelschreiber-Test“ zum Einsatz.

Der "Kugelschreiber-Test" wird immer häufiger angewendet: Was dahinter steckt
Der HR-Manager begann vorerst damit, den Bewerber wiederholt zu unterbrechen. Er stellte immer wieder neue Fragen, während er nicht mehr dazu kam, diese zu beantworten. „An dem Punkt hat mein Stress-Radar schon Alarm geschlagen“, heißt es. Schließlich begann der Manager mit einem Kugelschreiber wiederholt auf den Tisch zu klopfen. Es handelte sich um ein rhythmisches, lautes und regelmäßiges Geräusch, welches den Bewerber ablenken und aus der Ruhe bringen sollte.
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Doch er bleib weiterhin „fokussiert“ und versuchte den Faden nicht zu verlieren. Tatsächlich wurde der Bewerber von der Kollegin, die ihn zu dem Gespräch eingeladen hatte, im Anschluss aufgeklärt. Der Test wird bei jedem Gespräch angewandt und soll offenbaren, wie stressresistent ein Bewerber wirklich ist. Der Manager möchte prüfen, wie der Bewerber reagiert und ob er überhaupt auf das Geräusch eingeht. All das bedeutet natürlich nicht, dass man sich bei einem Vorstellungsgespräch jeden Test gefallen lassen muss. Auch der Arbeitgeber kann sich mit einem solchen Trick ins Aus schießen. Doch Arbeitssuchende sollten vorbereitet sein.
