Wimmelbilder erfreuen sich allgemein über alle Altersgruppen hinweg großer Beliebtheit. Sie fordern auf unterhaltsame Art und Weise das Auge und seine Beobachtungsfähigkeiten heraus. Während viele die kleinen visuellen Herausforderungen aus Kinderbüchern kennen dürften, gibt es auch im Internet einen entsprechenden Trend. Dabei posten Privatpersonen entsprechende Fotos, in denen die Leute ein bestimmtes Objekt finden müssen.
Wie beliebt solche Suchbilder insgesamt sind, zeigt das Beispiel eines Fotos von einer felsigen Landschaft. Es stammt von der professionellen Fotografin Inger Vandyke. Die australische Fotojournalistin ist für ihre beeindruckenden Aufnahmen von Landschaften und Tieren bekannt. Eines ihrer bekanntesten ist dabei allerdings eines, in dem das Hauptmotiv nahezu unsichtbar ist. Dabei handelt es sich um einen Schneeleoparden, der an einem felsigen Abhang lauert.
Das Foto ist offenbar in Ladakh, Indien, entstanden und Teil einer Reihe, die besagten Schneeleoparden bei der Jagd nach Blauschafen zeigt. Optisch erinnern die Tiere eher an Ziegen, mit denen sie auch näher verwandt sind als mit Schafen. Auf besagtem Foto haben die Blauschafe den Schneeleoparden offensichtlich noch nicht entdeckt. Ähnlich geht es vielen Personen, die das Bild zum ersten Mal sehen.

Der Schneeleopard belauert am oberen Bildrand die Blauschafe
Da einem die Blauschafe als erstes ins Auge fallen, ist man davon schnell abgelenkt. Dabei versteckt sich der Schneeleopard eher am oberen Bildrand, für die Betrachterinnen und Betrachter links vom großen Felsen. „Wir kamen gerade an, als er einen Felsvorsprung gefunden hatte, um dort ein Nickerchen zu machen“, berichtet Fotografin Vandyke bei „PetaPixel“. „Es war ein besonders kalter Tag mit klarem Himmel und einer gefühlten Temperatur von etwa -10 °C“, erinnert sie sich. Trotzdem habe sich die Crew ein Versteck gesucht, um dort zu warten.
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Dass das Foto aufgrund seines Wimmelbild-Charakters zum viralen Hit wurde, amüsiert die Fotografin. „Es ist wie das ultimative ‚Wo ist Walter?‘-Tierfoto: Manche Menschen können den Leoparden entdecken, viele andere nicht.“
