Nutzerinnen und Nutzer von Zahlungsdiensten wie Klarna, PayPal und Co. sind beliebte Opfer für Phishing-Maschen, weil schon mit wenigen Klicks echtes Geld erbeutet werden kann. In diesem Zusammenhang warnt aktuell die Verbraucherzentrale vor einer Masche, die es konkret auf Klarna-Kundinnen und -Kunden abgesehen hat. Auch der Anbieter selbst informiert über das Vorgehen.
Die Taktik der Kriminellen dahinter ist nicht neu: Die Opfer bekommen eine vermeintliche Nachricht von Klarna, die eine gefälschte Mahnung mit Zahlungsaufforderung enthält. Allerdings ist die Nachricht offenbar recht überzeugend gemacht. Auf welche Details muss man achten, um den Betrug zu erkennen?
Klarna-Kunden sollten sich vor Phishing in Acht nehmen
In der E-Mail wird behauptet, dass es noch eine offene Rechnung bei dem Zahlungsdienst gebe, die bisher nicht beglichen wurde. Bereits im Betreff steht der Verbraucherzentrale zufolge „Dein Konto weist eine offene Rechnung aus“. In der Nachricht selbst wird dann behauptet, dass schon wiederholt auf den offenen Betrag hingewiesen worden sei, weshalb die Zahlung nun sehr kurzfristig erfolgen müsse.
Im Wortlaut steht in einer veröffentlichten Beispiel-Nachricht: „Um eine Einschränkung deines Klarna-Kontos zu vermeiden, bitten wir dich, die offene Rechnung bis zur angegebenen Deadline zu begleichen.“ Diese Deadline beträgt in der Regel nur wenige Tage. Wer Fragen habe, solle sich beim Kundenservice melden.
Die Nachricht erinnert optisch an echte E-Mails von Klarna. So stimmen Logo, Schrifttyp und auch das Button-Design mit denen des Anbieters überein. Dennoch gibt es gleich mehrere Hinweise, die verraten, dass es sich um einen Betrugsversuch handelt, auf den die Kontaktierten keinesfalls eingehen sollten.

So kann man Phishing-Nachrichten erkennen und sich schützen
Wer genau hinschaut, kann etwa einen Rechtschreibfehler in der Nachricht entdecken, in der statt eines nötigen Punktes ein Komma genutzt wurde, bevor der bereits zitierte Satz „Um eine Einschränkung zu vermeiden“ beginnt. Zusätzlich gibt es noch einige weitere Warnhinweise, die man ernst nehmen sollte:
- Es wird keine persönliche Anrede verwendet und auch sonst werden keine persönlichen Daten zur Identifizierung genutzt.
- Die Absenderadresse ist keine offizielle Adresse von Klarna.
- Anbieter Klarna wie fordern niemals über einen unerwarteten Link zur Eingabe sensibler Konto-Daten auf.
- Kurze Deadline und klares Drohszenario (Opfer wurde angeblich bereits mehrfach kontaktiert) sind klassische Muster in Phishing-Nachrichten.
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Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte sein Klarna-Konto selbst überprüfen oder den Anbieter direkt kontaktieren. Auf keinen Fall sollte man jedoch auf den Link klicken oder die Kundenservice-Meldung ernst nehmen. Ansonsten riskiert man den Verlust von Geld und auch von Daten.

