Die deutsche Supermarktwelt ist recht vielfältig. Es gibt allerdings einige große Namen, die jedem ein Begriff sind. Dazu gehören vor allem die Discounter Aldi und Lidl, das umfangreich ausgestattete Kaufland und die große Kette Rewe, zu der etwa auch der Discounter Penny gehört. Damit belegt Rewe Platz 2 der Supermarktketten. Auf Platz 1 thront jedoch Edeka (mit seinem Discounter Netto). Mit mehr als 11.000 Filialen und einem Marktanteil von etwa 25 Prozent ist in vielen Städten kein Vorbeikommen an den Supermärkten mit dem blauen „E“ auf gelbem Grund.
Dabei geht das Angebot längst über das eines einfachen Supermarktes hinaus. So gibt es inzwischen unter andrem einen eigenen Edeka-Verlag und sogar Versicherungen, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter inklusive ihrer Familien abzusichern. Doch trotz dieses großen Angebots und der Omnipräsenz wissen viele kaum etwas über den Supermarkt – nicht einmal, wofür der Name überhaupt steht.

Kaum jemand weiß, wofür der Name „Edeka“ wirklich steht
Während sich beispielsweise der Name Aldi von dem seines Gründers, Albrecht Diskont, ableitet, sieht das bei Edeka anders aus. Vielfach wurde behauptet, der Name stehe für „Einkaufsgenossenschaft Deutscher Einzelhandels Kaufleute Aktiengesellschaft“, dafür gibt es jedoch keine Belege. Stattdessen ist der Name eine Abkürzung für einen anderen Begriff: „Einkaufsgenossenschaft der Kolonialwarenhändler“. Die Anfangsbuchstaben dieser drei Worte ergeben „EdK“, was ausgesprochen zu Edeka wird. Der Name ist damit eine Referenz an die Geschichte des Unternehmens, das bereits im Jahr 1898 gegründet wurde.
Damals gab es noch keine großen Supermarktketten, stattdessen versorgten kleinere Lebensmittelläden die Leute vornehmlich mit regionalen Waren. Sogenannte Kolonialwaren waren genau das: Waren aus den Überseekolonien. Dazu gehörten beispielsweise Kaffee, Kakako und Tee. Und genau darauf war die „Einkaufsgenossenschaft der Kolonialwarenhändler“ spezialisiert, die zur Gründung aus 21 Kaufleuten bestand. Das ikonische Logo gibt es übrigens seit 1965, auch wenn seitdem einige Details verändert wirde. Seitdem existiert auch die blau-gelbe Farbgebung des Unternehmens.
