Online-Riese Amazon ist unangefochtener Platzhirsch im E-Commerce. Daraus leitet sich große Marktmacht ab: Was Amazon wie in seinem Shop anbietet, wirkt sich auch auf andere Bereiche aus. Entsprechend sind die Auswirkungen einer Änderung der Bezahloptionen der Plattform nicht zu unterschätzen.
Was kaum jemand mitbekommen hat: Amazon tauscht aktuell das bisherige iDEAL-Verfahren gegen den europäischen Anbieter Wero aus. Die Umstellung soll schrittweise erfolgen und ist teilweise jetzt schon sichtbar. So heißt die bisherige Option ab sofort „Bezahlen mit iDEAL | Wero“. Darunter steht der Zusatz „iDEAL wird zu Wero“, um Nutzerinnen und Nutzer auf die Änderung hinzuweisen.
Damit wird ein wichtiger Schritt in der generellen Umstellung von iDEAL zu Wero gemacht, die Ende 2027 abgeschlossen werden soll. Doch was bedeutet die Umstellung überhaupt im Detail und inwiefern ist sie für Verbraucherinnen und Verbraucher relevant?
Wero kommt mit wichtiger Einschränkung zu Amazon
Tatsächlich dürften die meisten Amazon-Kundinnen und Kunden von der Umstellung nicht allzu viel bemerken. Durch die schrittweise eingeführte Änderung ersetzt einfach eine Bezahlmethode nahtlos die andere; wobei der Prozess im Laufe des Jahres 2027 abgeschlossen werden soll. Allerdings gibt es noch eine entscheidende Einschränkung: Die Option steht nur denen zur Verfügung, deren verknüpftes Konto zu einer am Programm teilnehmenden Bank gehört. Stand jetzt sind das:
- ABN
- AMRO
- Adyen
- bunq
- BUUT
- ASN Bank
- FINOM Payments
- ING
- Knab
- Mollie
- N26
- Nationale-Nederlanden
- Rabobank
- RegioBank
- SNS Bank
- Triodos Bank
- Revolut
- Van Lanschot Kempen
- Yoursafe
Während der Übergangsphase werden beide Bezeichnungen – iDEAL und Wero – einfach parallel verwendet und es gibt auch ein gemeinsames Logo. Eine Reaktion der Nutzerinnen und Nutzer ist nicht notwendig. Hinter den Kulissen bedeutet die Umstellung allerdings einiges mehr.

Amazon-Umstellung ist wichtig für europäischen Anbieter
Bei Wero handelt es sich nämlich um einen europäischen Anbieter und ein Projekt der European Payments Initiative (EPI). Das langfristige Ziel ist es, damit einen gemeinsamen europäischen Standard für digitale Zahlungen zu schaffen. So möchte man unter anderem verhindern, dass der komplette Zahlungsverkehr von den großen US-amerikanischen Firmen abhängig ist.
Bislang hat Wero allerdings das Problem, dass der Zahlungsdienst weit davon entfernt ist, flächendeckend zur Verfügung zu stehen. Entsprechend ist er auch noch keine echte Alternative zu PayPal und Co. Dass nun ein so großer Dienst wie Amazon Wero einführt, sind gute Nachrichten für den Zahlungsdienst.
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Das bietet Wero
Der Online-Bezahldienst startete 2024 zunächst als Dienst für Echtzeitüberweisung unter Privatpersonen. Seitdem wird das Angebot sukzessive ausgebaut; so nehmen seit Herbst 2025 immer mehr Online-Shops an dem Programm teil. Im Laufe des Jahres 2026 soll es zudem möglich sein, auch im stationären Handel mit Wero zu bezahlen. Wichtige große Partner sind Stand jetzt:
- Amazon
- Bett1
- Decathlon
- DPD
- European Sleeper
- Eventim
- Flixbus
- Globus Baumarkt
- Lidl & Kaufland
- Mindfactory
- Teufel
Einige Anbieter haben darüber hinaus angekündigt, Wero in Zukunft implementieren zu wollen. Dazu gehören beispielsweise MediaMarkt-Saturn, Cineplex, Otto, Zalando, Check24 oder auch Rossmann und Ikea.

