Kann „The Witcher 4“ den Vorgänger toppen? Alles zum kommenden Videospiel-Highlight

Mit „The Witcher 4“ möchte CD Projekt Red eine neue Ära für seine erfolgreichste Videospielreihe einläuten. Was ist bereits über das umfangreiche Projekt bekannt?
Kann „The Witcher 4“ den Vorgänger toppen? Alles zum kommenden Videospiel-Highlight
CD Projekt Red

„The Witcher 3: Wild Hunt“ gehört fraglos zu den erfolgreichsten und meistgelobten Videospielen aller Zeiten. Entsprechend groß war die Aufmerksamkeit, als CD Projekt Red mit „The Witcher 4“ eine Fortsetzung angekündigt hat – obwohl Protagonist Geralt von Riva vor allem mit dem DLC „Blood and Wine“ eigentlich in Rente geschickt wurde.

Folglich muss jemand anderes in „The Witcher 4“ die Fackel beziehungsweise die Schwerter übernehmen. Inzwischen steht fest, dass das Geralts Ziehtochter Ciri sein wird, die Spielerinnen und Spieler bereits aus dem dritten Teil der Reihe und auch aus der Romanvorlage kennen. Was ist sonst noch über das mit Spannung erwartete Spiel bekannt?

Die wichtigsten Informationen zu „The Witcher 4“ auf einen Blick

  • Das Spiel erscheint vermutlich frühestens Ende 2027.
  • Es ist ein Release für PC, PS5 und Xbox Series X/S geplant.
  • Ciri ist die neue Hauptfigur und löst damit Geralt von Riva ab. Ob der alte Hexer einen Auftritt bekommen wird, ist nicht bekannt, gilt aber als wahrscheinlich.
  • Die Handlung wird in Kovir angesiedelt sein, wo Ciri als Hexerin unterwegs ist. Sie trifft dort auch auf bisher unbekannte Monster.
  • Es wird wieder eine große Open World und einige Entscheidungsfreiheiten für Spielerinnen und Spieler geben.
  • CD Projekt Red entwickelt das Spiel mit der Unreal Engine 5. Dazu gibt es bereits eine erste Tech-Demo.
  • Es soll erneut möglich sein, innerhalb der Spielwelt das beliebte Kartenspiel Gwint zu spielen.
  • CD Projekt Red plant erneut eine Trilogie. Nach „The Witcher 4“ sollen also noch zwei weitere Spiele folgen, in denen Ciri die Hauptfigur ist.

Wann „The Witcher 4“ erscheinen könnte

Die für viele relevanteste Frage ist die nach dem Zeitpunkt: Wann wird „The Witcher 4“ erscheinen? Dazu hat sich CD Projekt Red bisher sehr bedeckt gehalten, wohl auch aus gutem Grund. Bereits in frühen Interviews zu dem Projekt wurde geäußert, dass man sich keinesfalls unter Druck setzen wolle. Diese Haltung dürfte aus dem Release-Desaster um „Cyberpunk 2077“ heraus entstanden sein, das am Ende verschoben werden musste und dennoch unfertig auf den Markt kam.

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Was feststeht, ist jedoch, dass sich „The Witcher 4“ seit Ende 2024 in der Vollproduktion befindet. Basierend auf diesen Informationen ist ein Release vor Mitte 2027 absolut unwahrscheinlich. Ein Start im Jahr 2026 wurde zudem auch in einem Geschäftsbericht von CD Projekt Red ausgeschlossen.

Zudem ist inzwischen bekannt gegeben worden, dass 2027 mit „Songs of the Past“ noch ein weiterer DLC zu „The Witcher 3“ erscheinen soll. Dieser könnte die Brücke zum neuen Spiel schlagen und sollte entsprechend zeitlich nicht zu dicht daran veröffentlicht werden.

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Erste Trailer bereits veröffentlicht

Dafür gibt es bereits erstes Videomaterial zum neuen „The Witcher“-Spiel. So wurde das Spiel 2024 bei den Game Awards mit einem Cinematic Reveal Trailer offiziell angekündigt. Das etwa sechsminütige Video präsentierte Ciri als neue Protagonistin und zeigte sie unter anderem im Kampf mit einem Monster.

Im Juni 2025 folgte dann eine Tech-Demo mit der Unreal Engine 5. Der technische Showcase sollte dabei vor allem zeigen, wie das Spiel mit der neuen Entwicklungssoftware aussehen wird. „Witcher 3“ kam damals 2015 noch mit der hauseigenen REDengine 3. Unter anderem dank dieser beiden Videos ist bereits einiges über die Handlung, die Spielwelt und auch über das Gameplay des kommenden Spiels bekannt.

Die Handlung von „The Witcher 4“ wird sich um Ciri drehen

Wie bereits erwähnt, löst Cirilla „Ciri“ von Cintra ihren Ziehvater Geralt als Hauptfigur ab. Die junge Frau war bereits ein zentrales Handlungselement in „The Witcher 3“. Grund dafür sind ihre besonderen Kräfte, die es ihr ermöglichen, durch Zeit und Raum zu reisen, weshalb sie schon ihr gesamtes Leben lang von verschiedenen Fraktionen gejagt wird.

Zudem ist sie die Tochter des Kaisers von Nilfgaard und der Prinzessin von Cintra, also theoretisch auch eine politisch enorm wichtige Figur. Das wird aber vermutlich nur eine untergeordnete Rolle spielen. Die wichtigsten Fragen zur Handlung von „The Witcher 4“:

  • Wie knüpft „The Witcher 4“ an die Handlung des Vorgängers an? Es gibt verschiedene Enden für Ciri in „The Witcher 3“. Das neue Spiel soll sich allerdings nicht auf eines dieser Enden festlegen und es somit zum Kanon machen.
  • Wo wird die Handlung verortet? „The Witcher 3“ spielte in Kaer Morhen, Velen, Novigrad und auf den Skellige-Inseln. In früheren Spielen hat man zudem bereits das Grenzgebiet zwischen Temerien, Kaedwen und Aedirn sowie die Stadt Wyzima samt Umland bereist. „The Witcher 4“ soll nun einen neuen Teil der Spielwelt erschließen und führt dabei in das nördlich gelegene Kovir. Die Region ist vor allem durch ihre alpine Landschaft geprägt, die in Teilen auch bereits in der Tech-Demo zu sehen ist.
  • Was könnte Ciri alles erleben? Über die Haupthandlung des Spiels ist noch so gut wie gar nichts bekannt. Allerdings gehen aus dem Cinematic Trailer zwei Dinge hervor: Ciri ist ebenfalls als Hexerin tätig und erlegt als solche Monster gegen Geld – und sie trägt dabei ein Luchs-Medaillon. Es könnte also eine neue Hexerschule geben, die eine wichtige Rolle spielt.

Der Autor der Romanvorlage, Andrzej Sapkowski, wird Interviews zufolge so gut wie gar nicht mehr an dem Projekt beteiligt sein. Nach einigen Streitereien zeigte sich Sapkowski zuletzt allerdings wieder zufrieden mit der generellen Zusammenarbeit zwischen ihm und dem Studio.

Ciri schaut auf die Landschaft von Kovir in „The Witcher 4“ (Tech-Demo)
CD Projekt Red

Was bereits über das Gameplay bekannt ist

Da inzwischen feststeht, dass Ciri als Hexerin auftreten wird, ergeben sich daraus zahlreiche Fragen zum Gameplay. Einige davon werden im bereits gezeigten Material schon beantwortet. So ist unter anderem zu sehen, dass Ciri ebenfalls zwei Schwerter tragen wird, eines aus Stahl und eines aus Silber. Während das nicht weiter überraschend ist, ist es die Tatsache, dass sie Hexertränke trinkt, sehr wohl. Und auch die Magie, die sie wirkt, sorgte für Aufmerksamkeit.

Denn offensichtlich greift sie im Cinematic Trailer auf sogenannte Hexerzeichen zurück. Dabei handelt es sich um rudimentäre Magie, die Spielerinnen und Spielern der Vorgängerteile bestens vertraut ist. Ciri verfügt allerdings eigentlich über weit größere magische Kräfte. Ob sie diese in „The Witcher 4“ irgendwann einsetzen wird, ist nicht bekannt.

Viele wünschen sich aber eine ähnliche Steuerungserfahrung wie in „The Witcher 3“. Dort war es bereits in einigen Rückblenden möglich, die junge Frau zu spielen, die dank ihrer Teleportationskräfte blitzschnell ausweichen konnte.

Neben diesen teilweise spekulativen Informationen zur Steuerung hat CD Projekt Red bereits klargestellt, dass „The Witcher 4“ erneut in einer Open World spielen wird. Wie groß diese genau wird, bleibt abzuwarten. Zum Vergleich: In „The Witcher 3“ waren es umgerechnet etwas mehr als 130 Quadratkilometer. Mit den neuen technischen Möglichkeiten dieser Zeit wäre eine weitaus größere Spielwelt möglich. Zudem sollen Spielerinnen und Spieler mit ihren Entscheidungen erneut aktiv Einfluss nehmen können.

Ciri in „The Witcher 4“ im Kampf (Cinematic Trailer)
CD Projekt Red

Wie sieht die Zukunft des „Witcher“-Universums bei CD Projekt Red aus?

Schon die Ankündigung eines weiteren „The Witcher 3“-DLCs sorgte für wahre Begeisterungsstürme. Und auch über „The Witcher 4“ hinaus gibt es Pläne bei dem polnischen Studio, die Fantasy-Saga weiterzuführen. So ist eine ganze Trilogie um Ciri herum geplant. Der vierte Teil soll dafür nur die Basis legen.

Neben dieser für Fans guten Nachricht gibt es noch eine weitere: Die nachfolgenden Spiele – „The Witcher 5“ und „The Witcher 6“ – sollen weitaus schneller erscheinen. Insgesamt ist eine Veröffentlichung aller drei Teile innerhalb von sechs Jahren vorgesehen. Bei einem Start 2027 könnte der fünfte Teil wahrscheinlich 2030 erscheinen, der sechste würde dann im Jahr 2033 folgen.

Grund für die verkürzte Entwicklung ist vor allem die Unreal Engine 5. Das bestätigte auch CEO Michał Nowakowski in einem Investoren-Update. „Wir nutzen UE5 jetzt schon seit fast vier Jahren für 'The Witcher 4' und sind sehr zufrieden mit dem, was wir erreicht haben. (...) So betrachtet, glaube ich, dass weitere Spiele in kürzerer Zeit veröffentlicht werden sollten – wie wir bereits gesagt haben, planen wir immer noch, die ganze Trilogie innerhalb von sechs Jahren zu veröffentlichen.“