„The Witcher 3“ ohne Gwint? Spieler hätten fast auf eines der besten Elemente verzichten müssen

Was wäre „The Witcher 3“ ohne das Kartenspiel Gwint? Fast hätten Spieler wohl ohne diesen beliebten Teil auskommen müssen. Stattdessen waren komplett andere Alternativen geplant.
„The Witcher 3“ ohne Gwint? Spieler hätten fast auf eines der besten Elemente verzichten müssen
CD Projekt Red

„The Witcher 3: Wild Hunt“ ist eines der bekanntesten und erfolgreichsten Videospiele aller Zeiten. Der Titel von CD Projekt Red ist unter anderem für seine Spielwelt und das Storytelling bekannt und beliebt. Viele Spielerinnen und Spieler feiern aber eine Nebenbeschäftigung in dem Spiel fast noch mehr als den Titel selbst. Die Rede ist von Gwint, dem Kartenspiel, das Protagonist Geralt in nahezu jedem Winkel der Spielwelt optional weiter perfektionieren kann, um seinen Kartensatz zu erweitern..

Gwint hat inzwischen seine ganz eigenen Memes hervorgebracht, weil es so populär ist. Längst gibt es eine eigene Online-Version und man kann die Karten auch physisch erwerben. „The Witcher 3“ ohne Gwint dürfte für die allermeisten entsprechend kaum vorstellbar sein. Fast wäre es aber dazu gekommen, wie ein knapp 600 Seiten umfassendes Dokument verrät.

REDkit-Release enthüllt gestrichene Inhalte zum Blutigen Baron

Im Mai 2024 wurde „The Witcher 3“ offiziell für umfangreiches Modding freigegeben. In diesem Zuge veröffentlichte das Studio umfangreiche Dokumente zur Entwicklung des AAA-Titels. Diese verraten einiges über ursprüngliche Ideen des Spiels.

Anzeige

So sollte etwa die Geschichte um den Blutigen Baron noch deutlich umfangreicher ausfallen, als sie das im fertigen Produkt ohnehin schon tut. Unter anderem die Vergangenheit des Charakters sollte weiter ausgebaut werden und Geralt sollte eigentlich noch mehr zwischen die marodierenden Männer des Barons und die gebeutelte Bevölkerung geraten. Im fertigen Spiel ist die Geschichte immer noch prominent vertreten und gilt als eine der eindrucksvollsten und am besten erzählten des gesamten Spiels.

The Witcher 3: Geralt spielt Karten (Gwint)
CD Projekt Red

Kürzere Hauptquest und härtere Konsequenzen bei der Partnerwahl

Darüber hinaus waren deutlich mehr Reisen zwischen den Hauptgebieten von „The Witcher 3“ – Velen, Novigrad und Skellige – geplant, die das Spiel in die Länge gezogen hätten. Auch die Hauptquest, die ursprünglich auf 150 Stunden ausgelegt war, wurde deutlich gestrafft.

Anzeige

In der finalen Version können sich Spielerinnen und Spieler zudem im Namen von Geralt zwischen den beiden Zauberinnen Triss und Yennefer entscheiden. Ursprünglich war vorgesehen, dass diese Entscheidung noch viel größere Konsequenzen hat. So wäre die verschmähte Kandidatin eigentlich im dritten Akt nicht mehr vorgekommen.

Eigentlich war zudem geplant, dass ein bekannter und wichtiger Charakter aus dem zweiten Teil auch in „The Witcher 3“ auftaucht: Iorweth. Die um den Scoia'tael-Anführer geplante Handlung fiel allerdings letztlich ebenfalls den Streichungen zum Opfer. CD Projekt erklärte dazu, dass es einfach keine gute und organische Möglichkeit gegeben hätte, die Figur einzubauen.

Passend zum Thema: Ankündigung nach 10 Jahren! Geralt kehrt in neuem „The Witcher 3“-DLC zurück

Gwint zu spielen ist „Pflicht“ in „The Witcher 3“

Nach „The Witcher 3“ ging das polnische Entwicklerstudio mit „Cyberpunk 2077“ ganz andere Wege. Dabei zeigen die Modding-Dokumente, dass ursprünglich ein kleines Crossover geplant war. In der Hauptquest „Durch Zeit und Raum“ reisen Geralt und der Wissende Avallac’h durch mehrere Dimensionen. Eine davon sollte ursprünglich einmal Night City, der Schauplatz von „Cyberpunk 2077“, sein.

Die wahrscheinlich wirkungsmächtigste Änderung stellte aber das Kartenspiel Gwint dar. Dieses ist nicht nur eine umfangreiche Sammelquest. Davon leiten sich auch einige Nebenaufgaben ab. Zudem lernen Spielerinnen und Spieler dadurch die unterschiedlichen Fraktionen der Spielwelt besser kennen. Eigentlich wollte man aber einfach die beiden Mini-Games des Vorgängerteils erneut integrieren: Armdrücken und Würfelpoker.

Zur Freude vieler hat sich CD Projekt dann für „The Witcher 3“ mit Gwint aber doch noch ein eigenes Spiel einfallen lassen. Auf Reddit findet man zahlreiche Kommentare, die die Beliebtheit des Kartenspiels belegen. So fasst ein Spieler kurz und bündig zusammen: „Ciri zu retten ist optional, Gwint ist Pflicht.“