Bei Überweisungen gilt seit Oktober 2025 eine neue Regel. Banken müssen seitdem aktiv überprüfen, ob Empfänger und IBAN zueinander passen. Bei Online-Überweisungen erhalten Kunden eine Meldung, sollte das nicht der Fall sein. Dann kann man selbst entscheiden, ob man die Überweisung trotzdem ausführen möchte oder nicht.
Doch eine Untersuchung von Stiftung Warentest zeigt, dass die Banken diese wichtige Überprüfung in den Filialen oft versäumen. Denn eigentlich muss auch vor Ort genau hingeschaut werden, ob Empfängername und IBAN zusammenpassen. Zahlreiche Betrugsmaschen nutzen genau diese Lücke seit Jahren aus. Kunden haben schon mehrfach hohe Summen verloren, weil sie dachten, dass sie ihr Geld an einen völlig anderen Empfänger schicken.

Empfängerüberprüfung versäumt: Bankmitarbeiter ignorieren neue Regel bei Überweisungen
Deshalb soll die Überprüfung genau dieses Problem lösen. Doch die Banken scheinen die Regelung in den Filialen nicht so genau zu nehmen. Stiftung Warentest schickte stichprobenartig mehrere Testpersonen direkt an die Schalter von sechs verschiedenen Banken. Vor Ort müssen die Mitarbeiter selbst tätig werden und die Empfängerüberprüfung ausführen. Die Testpersonen gaben Überweisungsscheine am Schalter ab und trugen bewusst Namen ein, die nicht zur IBAN passten.
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Doch anstatt auf den Fehler hingewiesen zu werden, erhielten die Testpersonen keinerlei Information. Die Mitarbeiter kamen ihrer Verpflichtung tatsächlich in allen Fällen nicht nach. Deshalb sollten Kunden handeln und noch einmal aktiv nachfragen, ob die Überprüfung durchgeführt wurde. Erst dann sollte man das Geld freigeben. Denn obwohl die meisten Kunden ihre Bankgeschäfte online erledigen, gibt es immer noch einige Verbraucher, die in die Filiale gehen. Wer jedoch seine Überweisung nur in den Briefkasten wirft, der hat keinen Anspruch auf Überprüfung.

