Die Bundesregierung hat kürzlich die Steuern auf Diesel und Benzin gesenkt. Durch diese Maßnahme sollen die hohen Spritpreise der Vergangenheit angehören. Seit der Eskalation im Iran und der Blockade der Straße von Hormus zahlen Verbraucher In Deutschland teilweise ganze 60 Cent mehr pro Liter Kraftstoff als noch im Februar.
Doch was hat die Steuersenkung wirklich gebracht? Erste Berechnungen zeigen, dass die Spritpreise wieder deutlich gesunken sind. Das Niveau vor Beginn des Krieges wurde allerdings noch lange nicht erreicht. Am 7. Mai kostete ein Liter Super E10 laut dem NDR durchschnittlich 1,99 Euro und ein Liter Diesel 2,03 Euro. Für Super wurden derweil 2,04 Euro fällig. Immerhin sind die Preise teilweise um bis zu 18 Cent gesunken.

Wie wirkt sich die neue Steuersenkung auf die Spritpreise aus?
Erste Berichte zeigen jedoch, dass einige Anbieter den Rabatt gar nicht an die Kunden weitergeben. „In Deutschland sind die Spritpreise stärker gestiegen als irgendwo anders in Europa – auch, wenn man Steuern und Abgaben herausrechnet“, erklärte Armand Zorn von der SPD. Eigentlich müsste überall die Steuersenkung von 16,7 Cent brutto spürbar greifen. Dieser Wert kommt durch die Senkung von 14,04 Cent pro Liter Kraftstoff und der ebenfalls sinkenden Umsatzsteuer zustande. Der Rabatt soll zunächst bis Ende Juni gelten.
Wie viel Geld Autofahrer jetzt durch die gesunkenen Spritpreise sparen, zeigt eine Beispielrechnung. Wenn die Senkung 1 zu 1 an den Kunden weitergegeben wird, können bei einer 50-Liter-Tankfüllung insgesamt rund 8,35 Euro gespart werden. Der ADAC hält die Preise aktuell nach wie vor für überteuert. Es wurden bereits Vorwürfe laut, die besagen, dass die Anbieter die Krisensituation für sich ausnutzen und die Preissteigerungen nicht nur am Iran-Krieg liegen. Wie der Ifo-Experte Florian Neumeier erklärte, wurden kürzlich lediglich 14 bis 15 Cent des Brutto-Tankrabatts an die Kunden weitergegeben. Somit würde man bei einer 50-Liter-Tankfülluing lediglich zwischen 7 und 7,50 Euro einsparen.

