Großer Unterschied: Rentner im Osten bekommen weniger Geld als im Westen

„Skandalöser Rückstand“: Sahra Wagenknecht zeigt sich empört über neue Daten zur Rentensituation. Während die Politik über Reformen diskutiert, offenbaren die Zahlen eine bittere Realität für Millionen Rentnerinnen und Rentner in Ostdeutschland.
Großer Unterschied: Rentner im Osten bekommen weniger Geld als im Westen
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Der Unterschied zwischen Rentnern, die im Osten und im Westen leben, bleibt bestehen. Wie Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen, erhalten Rentner aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen durchschnittlich mehrere tausend Euro weniger als Senioren, die in den westlichen Bundesländern leben.

Die Daten wurden vom BSW erfragt, woraufhin sich Sahra Wagenknecht selbst schockiert zu den Informationen äußerte. „Das ist für Ostrentner ein skandalöser Rückstand. Von einer Renteneinheit sind wir auch 36 Jahre später meilenweit entfernt“, erklärte die Politikerin. Zum Vergleich nutzte das Statistische Bundesamt das sogenannte Nettoäquivalenzeinkommen, welches den Lebensstandard pro Person veranschaulicht.

Zwei Rentner diskutieren an einem Tisch
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Sahra Wagenknecht warnt: Reform würde Rentner im Osten hart treffen

Wagenknecht nutzte die Ergebnisse, um sich für die Rentnerinnen und Rentner einzusetzen. „Sollte die Bundesregierung nach den Plänen der Rentenkommission jetzt auch noch das Rentenniveau kürzen, dann wäre das vor allem auch ein Schlag gegen Ostrentner, weil sie in der Regel nur die gesetzliche Rente haben“, heißt es weiter. Im Jahr 2025 erhielten Männer und Frauen ab 65 Jahren in Sachsen durchschnittlich 25.202 Euro. In Sachsen-Anhalt waren es 25.090 Euro und in Thüringen 26.032 Euro.

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Doch im Gegensatz zu den Rentnern, die im Westen leben, ist dieses Einkommen niedrig. Dort erhielten die Senioren rund 29.577 Euro. Das Statistische Bundesamt stellte aber auch klar, dass Frauen im Schnitt über ein niedrigeres Einkommen verfügten als Männer. Demnach spielt auch im Alter die Gender-Gap eine entscheidende Rolle. Kürzlich sorgte Bundeskanzler Friedrich Merz für Aufsehen, da er in einem Interview sagte, dass die gesetzliche Altersrente künftig nur noch als „Basisabsicherung“ gesehen werden sollte und weitere Vorsorgeoptionen wie Geldanlagen nötig seien. Doch Gabriele Katzmarek, Landesvorsitzende des Sozialverbands Deutschland, warnte, dass viele Arbeitnehmer Ende des Monats gar nicht die Möglichkeit dazu haben, privat vorzusorgen.

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