Eigentlich hatten sich CDU, CSU und SPD schon im Koalitionsvertrag auf eine Senkung der Einkommensteuer geeinigt. Doch bisher fehlt die Umsetzung. Kürzlich haben CDU-Abgeordnete konkrete Vorschläge für eine Steuerreform gemacht, die Bürger mit kleinem und mittlerem Einkommen entlasten soll.
Fest steht bereits, dass die Senkung zum 1. Januar 2027 in Kraft treten soll. Doch wie könnte sie aussehen und für wen bleibt am Ende tatsächlich mehr Netto vom Brutto? Florian Dorn (CSU) und Yannick Bury (CDU) haben ein Steuerkonzept erarbeitet, das sowohl den Vorstellungen der Union als auch der SPD entgegenkommen soll.

Steuerreform: Wer vom Konzept der CDU-Politiker profitieren würde
„Wir schlagen eine Reform des Steuertarifverlaufs vor, die alle Einkommen bei der Steuer entlastet, mit einer hohen relativen Entlastung bei kleinen und mittleren Einkommen“, erklären die beiden Politiker in einem Gastbeitrag, der im Handelsblatt veröffentlicht wurde. „Neben einer Erhöhung der steuerlichen Freibeträge um mindestens 1.000 Euro würde nach unserem Konzept der Grenzsteuertarif – also der Steuersatz, der auf das nächsthöhere Einkommen fällig wird – bei kleinen und mittleren Einkommen deutlich flacher verlaufen“, heißt es weiter.
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Zudem soll der Spitzensteuersatz künftig erst ab 85.000 Euro greifen anstatt wie bisher ab 70.000 Euro. Auch der Solidaritätszuschlag wird kritisiert und soll Dorn und Bury zufolge im Rahmen der Steuerreform abgeschafft werden. Allerdings wäre die Umsetzung dieses Plans nicht günstig. Der Staat würde 25 bis 30 Milliarden Euro weniger erhalten. Da das Geld an anderer Stelle fehlt, schlagen die beiden Abgeordneten Kürzungen bei Fördergeldern und Subventionen vor. Bis 2029 „würde der Haushalt so schrittweise um 22 Milliarden Euro entlastet“. Zudem sollen die Senkungen durch eine Anhebung der Reichensteuer von 45 Prozent auf 47,5 Prozent gegenfinanziert werden. Ob das Konzept am Schluss tatsächlich umgesetzt werden kann, bleibt allerdings abzuwarten.

