700.000 Euro: Lotto-Spieler knackt nach seinem Tod den Jackpot

Ein Mann aus Rheinland-Pfalz knackte den Lotto-Jackpot – nach seinem Tod. Wie kam es zu diesem ungewöhnlichen Gewinn von 700.000 Euro und was ist mit dem Geld passiert?
700.000 Euro: Lotto-Spieler knackt nach seinem Tod den Jackpot
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Ein Mann aus dem Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz hat den Jackpot geknackt und so 703.600 Euro gewonnen. Die Summe stammt aus der Ziehung vom 10. März, wie unter anderem die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Allerdings war der Lotto-Gewinner zu diesem Zeitpunkt bereits verstorben.

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Das Geld wird nun seiner Witwe zugesprochen, wie auch der zuständige Anbieter Lotto24 bestätigte. Der ungewöhnliche Fall wurde durch ein eigentlich schon gekündigtes Eurojackpot-Abo möglich, das der Mann abgeschlossen hatte. Die Zahlen tippte er noch kurz vor seinem Tod.

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Lotto-Scheine von Eurojackpot
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Witwe bekommt Lotto-Gewinn ihres verstorbenen Mannes

Wie Kristin Splieth, eine Sprecherin des Anbieters, im Gespräch mit der „Bild“ beschreibt, war die Sterbeurkunde bereits eingereicht und das Konto des Verstorbenen eingefroren. Das Abo war allerdings bereits bezahlt und hatte deshalb noch eine Laufzeit von zwei Wochen zum Zeitpunkt der Ziehung. „So war es möglich, dass der Mann kurz nach seinem Tod diesen Gewinn erreichen konnte“, wird die Sprecherin zitiert.

Die Rechtslage sieht in so einem Fall offenbar wie bei einem regulären Erbfall vor, dass der Gewinn dann an die Erbberechtigten geht, in diesem Fall die Witwe des verstorbenen Lotto-Gewinners. Die enorme Summe wurde damit zum normalen Teil des Nachlasses. Die Prüfung des Vorgangs soll auch bereits abgeschlossen sein.

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Als der Anbieter die Familie wegen des Gewinns kontaktierte, war die Trauer um den Verstorbenen offenbar noch groß. Kristin Splieth beschreibt, dass die Hinterbliebenen den Lotto-Gewinn dann wie ein letztes Geschenk empfunden hätten.