Kaufland stellt Bezahlsystem um: Was das für Kunden bedeutet

Bei Kaufland läuft das Bezahlen künftig anders. Das soll flächendeckend Zeit sparen, allerdings gibt es auch eine Einschränkung.
Kaufland stellt Bezahlsystem um: Was das für Kunden bedeutet
Shutterstock / Gagarin Iurii

Ein Prozess, der bei Kaufland bereits vor einigen Jahren begonnen hat, wird nun konsequent weiterverfolgt. Wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung bekannt gegeben hat, sollen nämlich künftig in allen Filialen deutschlandweit sowohl Selbstbedienungskassen als auch der sogenannte K-Scan zum Einsatz kommen.

Bereits seit 2015 gibt es bei Kaufland SB-Kassen, an denen Kundinnen und Kunden die Ware selbst scannen und bezahlen können. Der anschließend ausgegebene Kassenbon ist dann in der Regel nötig, um das Geschäft verlassen zu können. So stellt der Supermarkt sicher, dass auch wirklich bezahlt wird. Seit 2015 wird das Angebot konsequent ausgebaut und ist inzwischen bundesweit in etwa 300 Filialen im Einsatz. Dem Unternehmen zufolge gibt es allerdings insgesamt mehr als 780 Geschäfte in der Bundesrepublik. Es müssen also noch viele Filialen aufgerüstet werden.

Frau an einer SB-Kasse bei Kaufland
picture alliance

SB-Kassen und K-Scan bei Kaufland künftig im Fokus

Konkret bedeutet das, dass noch in diesem Jahr 220 weitere Standorte umgerüstet werden sollen. Dabei möchte das Unternehmen ein Tempo von etwa vier Filialen pro Woche anschlagen und seinen Gesamtbestand an Selbstbedienungskassen auf etwa 8000 Geräte erhöhen. An jedem Standort würden dann bis zu zwölf solcher Kassen stehen. Im Gegensatz zu einigen älteren Modellen sollen dabei aber vor allem Displays im Hochformat zum Einsatz kommen, was die Bedienung vereinfachen soll.

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Auch der K-Scan wird bei dem Projekt eine wichtige Rolle spielen. Dabei handelt es sich um ein ergänzendes Angebot zu den SB-Kassen, bei dem Kundinnen und Kunden ihre Ware direkt scannen, wenn sie im Einkaufskorb landet. Dafür stehen entweder Scan-Geräte im jeweiligen Markt zur Verfügung oder man nutzt die Kaufland-App auf seinem Smartphone. An den Kassen muss man dann nur noch bezahlen.

Kaufland-App auf einem Display
Shutterstock / Mino Surkala

Analoge Kassen sollen weiterhin bestehen bleiben

Selbstbedienungskassen sind inzwischen ein fester Bestandteil im Alltag vieler Verbraucherinnen und Verbraucher. In den meisten Supermärkten, vor allem in Ballungszentren, ist das Konzept inzwischen anerkannt und teilweise recht beliebt, weil es die Wartezeiten an der Kasse deutlich verkürzt. Auch Kaufland spricht von einer Nutzungsrate von etwa 40 Prozent an den Standorten, die bereits über eine SB-Kasse verfügen.

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Grundsätzlich können Kundinnen und Kunden also von der flächendeckenden Einführung profitieren, zumal das Angebot lediglich eine Ergänzung darstellt und nicht bedeutet, dass keine regulären Kassen mehr zur Verfügung stehen. Dazu sagt Heiko Koch, Geschäftsleiter Vertrieb, Logistik und SCM bei Kaufland in Deutschland: „Uns ist wichtig, dass alle bei Kaufland selbst entscheiden können, mit welchem Kassensystem und Bezahlmöglichkeit die Einkäufe bezahlt werden.“ Wer allerdings alle Vorteile des neuen Angebots inklusive des K-Scans nutzen möchte, braucht eine Kaufland Card XTRA, die seit Mitte Februar die bisherige Kaufland Card abgelöst hat. Ohne diese Karte kann man das gesamte Scan-System nicht verwenden.