Das ist die höchste Rente, die man in Deutschland erhalten kann

Wer 45 Jahre lang arbeitet und stets überdurchschnittlich verdient, könnte theoretisch die Maximalrente beziehen. Doch die Hürden sind extrem hoch. Ein Blick auf die Zahlen zeigt, wie weit Theorie und Praxis im deutschen Rentensystem auseinander gehen.
Das ist die höchste Rente, die man in Deutschland erhalten kann
pics five/Shutterstock

Die Bundesregierung hat kürzlich ein umfangreiches Reformpaket vorgeschlagen. Darin geht es auch um die Rente. Bundeskanzler Friedrich Merz hat die Bürgerinnen und Bürger dazu ermutigt, weitere finanzielle Absicherungsmöglichkeiten für das Alter wahrzunehmen. Er sprach sogar davon, dass die gesetzliche Rente irgendwann nur noch eine „Basisabsicherung“ sein könnte.

Anzeige

Tatsächlich sind schon heute zahlreiche Senioren von Altersarmut bedroht. Frauen sind stärker gefährdet als Männer. „In der Altersgruppe 65+ hatten Frauen eine Armuts­gefährdungs­quote von 21,3 Prozent, während diese bei den Männern 65+ bei 17,3 Prozent lag“, erklärte das Statistische Bundesamt in einem Bericht mit neuen Daten aus dem Jahr 2025. Beamte erhalten in der Regel eine höhere Pension und auch wer länger arbeitet, kann die Auszahlung aufstocken.

Rentnerin hält Geldscheine in der Hand
Shutterstock

Deshalb erreichen nur die wenigsten Senioren die Maximalrente im Jahr 2026

Dennoch erhalten die maximale Rente in Deutschland nur sehr wenige Menschen. Das hängt damit zusammen, dass gleich mehrere Faktoren eine Rolle spielen. Voraussetzung ist, dass man 45 Jahre lang gearbeitet und in dieser Zeit immer die höchstmöglichen Entgeltpunkte gesammelt hat. Allerdings kommt das in der Praxis nicht häufig vor. Unterbrechungen entstehen beispielsweise durch Studien- oder Elternzeiten. Um darüber hinaus die maximalen Entgeltpunkte sammeln zu können, muss der Verdienst höher sein als die Beitragsbemessungsgrenze. Im Jahr 2026 liegt diese beispielsweise bei einem Bruttoverdienst in Höhe von 8.450 Euro im Monat. Man kann dieses Jahr maximal 1,95 Entgeltpunkte erhalten.

Anzeige

Auch interessant: Elon Musk prophezeit: Sparen für die Rente wird bald nicht mehr nötig sein

Modellrechnung zeigt die nötigen Faktoren

In den vergangenen 60 Jahren schwankten die maximal erhältlichen Entgeltpunkte zwischen 1,72 und 2,14. Dieser Wert wird jährlich angepasst. Wer also aktuell eine Rente bezieht, 45 Jahre gearbeitet hat, immer die Beitragsbemessungsgrenze erreichen konnte und erst kürzlich in den Ruhestand gegangen ist, konnte von 1981 bis 2025 höchstens rund 87,7 Entgeltpunkte sammeln. Ein Punkt entspricht aktuell einem Wert von 42,52 Euro. Demnach beträgt die maximale Rente unter diesen Voraussetzungen 3.729 Euro brutto im Monat.

Anzeige

Bei Personen, die schon früher in den Ruhestand gegangen sind, variiert die maximale Anzahl an Entgeltpunkten leicht. Allerdings geht die Beispielrechnung auch davon aus, dass man bereits ein sehr hohes Einstiegsgehalt verdient hat. Eine Auswertung des Rentenberichts aus dem Jahr 2024 zeigte, dass lediglich 65 Menschen die Maximalrente in Deutschland erhielten. Tatsächlich beträgt die Durchschnittszahlung aktuell nur 1.195 Euro im Monat.