Der Krieg im Iran hat dazu geführt, dass die Gaspreise deutlich angestiegen sind. Nach einem Angriff auf eine Gasanlage in Katar kam es zu einem erneuten Preissprung in Europa. An der Börse in Amsterdam kam es am Donnerstagmorgen zu einer Erhöhung um 24,5 Prozent, die den Dutch TTF Natural Gas Futures betrifft.
Es handelt sich um den führenden Referenzmarkt für Erdgas, der als virtueller Handelsplatz für den Großmarkt fungiert. Er ist wegweisend und dient als Preisanker für die meisten Lieferverträge in Europa. Eine Megawattstunde kostete am Morgen 67,89 Euro. Zum Vergleich: Vor der Eskalation im Iran lagen die Gaspreise noch bei rund 30 Euro pro Megawattstunde.

Wegen des Iran-Konflikts: Gaspreise in Europa schnellen in die Höhe
Klaus Müller, der Präsident der Bundesnetzagentur, betonte trotz der Entwicklungen, dass man nicht mit einer Knappheit rechnen müsse. Das Angebot wird lediglich teurer, erklärte er gegenüber der Börsen-Zeitung. Doch was bedeutet diese Entwicklung für Verbraucher? Vorerst werden die deutschen Haushalte von diesen Preissprüngen nicht viel bemerken. Zumindest, wenn man sich in einem langfristigen Vertrag befindet. Neukunden müssen allerdings bereits draufzahlen, wenn sie einen Versorgungsvertrag abschließen.
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Gegenüber Bestandskunden müssen Gasversorger etwaige Preiserhöhungen jedoch aktiv im Voraus ankündigen. Da momentan noch völlig unklar ist, wie sich die Situation vor Ort entwickelt, ist davon auszugehen, dass es bis zu einer Erhöhung noch dauern wird. „Sollte das aktuelle Preisniveau der Großhandelspreise jedoch noch länger bestehen bleiben, sind auch für Bestandskunden Preiserhöhungen zwischen 15 und 20 Prozent zu erwarten“, sagte Lundquist Neubauer vom Vergleichsportal Verivox gegenüber der Rheinischen Post. Der Deutschen Presse-Agentur teilte ein Sprecher des Portals außerdem mit, dass der Preis in den vergangenen Tagen durchschnittlich um 1,2 Cent pro Kilowattstunde im Rahmen der günstigsten Neutarife angestiegen ist.
