Fußball ist in vielen Ländern auf der ganzen Welt die beliebteste Sportart. Sie zieht Massen in die Stadien vor Ort oder vor den Fernseher, um die Spiele live zu verfolgen. Deshalb geht es beim Fußball aber auch schon längst nicht mehr nur um den Sport und das Entertainment der Fans – dahinter steht auch jede Menge Geld.
Nicht nur die Spieler und Trainer – und allmählich auch Spielerinnen und Trainerinnen – verdienen sehr gut. Auch für die Ligen und nicht zuletzt für die Fußballvereine ist das Ganze ein riesiges Geschäft, das sich ordentlich lohnt. Im internationalen Spitzenfußball geht es dabei um viele Millionen bis Milliarden Euro.
Rekordumsatz beim Fußball
In der zurückliegenden Saison 2024/25 wurden von den 20 reichsten Vereinen zusammen etwa 12,4 Milliarden Euro erwirtschaftet – exklusive eventuell erzielter Transfererlöse. Das ist ein neuer Rekord und geht aus den Zahlen der „Deloitte Football Money League“ der Sport Business Gruppe hervor.
Noch krassere Zahlen findet man mit Blick auf die verschiedenen Fußball-Ligen. Der Umsatz der Top 5 – Premier League, Bundesliga, La Liga, Serie A und Ligue 1 – hat ebenfalls ein Rekordniveau erreicht und betrug 2023/2024 erstmals mehr als 20 Milliarden Euro. Der Umsatz aller europäischen Ligen lag dabei insgesamt bei etwa 38 Milliarden Euro.
Ein wesentlicher Teil entfällt dabei auf die absoluten Top-Clubs. Diese machen teilweise alleine mehr als eine Milliarde Euro Umsatz. Nur wenige Sportarten können da mithalten. Die erfreuliche Nachricht aus deutscher Sicht: Unter den Top 20 sind mehrere Bundesliga-Vereine vertreten. An der Spitze thront allerdings Spanien.

Real Madrid ist der reichste Fußballverein der Welt
Wie schon in den Jahren zuvor wurde der meiste Umsatz beim spanischen Fußballverein Real Madrid generiert: 1,2 Milliarden Euro. Auf Platz 2 folgt mit dem FC Barcelona (975 Mio.) ebenfalls ein spanischer Club, der finanziell allerdings ein paar harte Jahre hinter sich hat.
Platz 3 belegt wiederum der deutsche Verein Bayern München (861 Mio.), der sich somit um zwei Platzierungen nach oben gearbeitet und Paris Saint-Germain, Manchester City sowie Manchester United überholt hat. Paris liegt nun auf Platz 4 (837 Mio.), dahinter folgt der FC Liverpool (836 Mio.). Weitere deutsche Clubs in den Top 20 sind Borussia Dortmund auf Rang 12 und der VfB Stuttgart auf Rang 18.
Ein immer wichtigerer Teil der Erlöse kommt aus dem kommerziellen Geschäft. Das liegt vor allem daran, dass die Zahlen in diesem Bereich weiter steigen, während die Medienerlöse eher stagnieren. Das bestätigt auch Stefan Ludwig, Partner und Leiter der Sport Business Gruppe von Deloitte: „Auffällig ist, dass sich vor allem die Clubs in der oberen Tabellenhälfte stärker auf die Entwicklung kommerzieller Umsätze konzentrieren.“

