Wer sein Geld sparen möchte, nutzt häufig bestimmte Regeln und entscheidet sich für einen festgelegten Betrag, der jede Woche oder jeden Monat zurückgelegt wird. Auch ETF-Sparpläne und Geldanlagen können dabei helfen, tatsächlich regelmäßig eine bestimmte Summe zurückzulegen.
Allerdings sieht es im Alltag oft anders aus. Plötzlich kommen unerwartete Kosten auf einen zu oder man möchte doch noch etwas kaufen, das schon lange auf der Wunschliste steht. Um seine Finanzen besser im Griff zu haben, kann man die 50-30-20-Regel anwenden. Experten empfehlen diesen Trick häufig, damit man nicht nur langfristig sparen, sondern auch Urlaube und Freizeit finanzieren kann.

Langfristig sparen: So funktioniert die 50-30-20-Regel im Alltag
Das monatliche Nettoeinkommen wird durch die 50-30-20-Regel in drei Teile geteilt. 50 Prozent werden für Fixkosten ausgegeben, 30 Prozent in die Freizeit investiert und 20 Prozent gespart. Zu den monatlichen Ausgaben zählen zum Beispiel die Stromkosten, Versicherungen, Telefonrechnungen und natürlich die Miete. Wer 3.000 Euro netto verdient, hätte demnach Fixkosten in Höhe von 1.500 Euro und würde 900 Euro für die Freizeit und persönliche Bedürfnisse ausgeben. 600 Euro würde man alle vier Wochen sparen.
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Die Kosten für die Freizeit setzen sich aus Ausgaben zusammen, die zwar nicht unbedingt notwendig, aber dennoch wichtig für den Alltag oder die Hobbys sind. Wer monatlich 600 Euro zurücklegt, spart pro Jahr 7.200 Euro und in zehn Jahren ganze 72.000 Euro. Legt man das Geld clever an, können außerdem Zinsen hinzukommen. Bei 2 Prozent über 10 Jahre kämen bereits inklusive Zinsen 79.633,26 Euro zusammen.
Bei einem ETF-Sparplan, Edelmetallanlagen wie beispielsweise Gold oder auch Investments am Aktienmarkt ist eine höhere Rendite möglich. Allerdings muss man das persönliche Risiko abwägen und die langfristigen Ziele formulieren, um das Ersparte sicher anlegen zu können. Bei der Bank gibt es häufig eine kostenfreie Beratung. „Das Anlageprodukt sollte möglichst kostenarm sein und keine versteckten Risiken haben“, erklärt auch der Finanzexperte Prof. Hartmut Walz.

