Benzinpreis steigt auf neues Allzeithoch und bricht Rekord von 2022

Aufgrund der weiterhin angespannten Lage auf dem Weltmarkt hat der Benzinpreis an deutschen Tankstellen am Wochenende einen neuen Rekordwert erreicht. Das lässt die Rufe nach einem Spritpreisdeckel wieder lauter werden.
Benzinpreis steigt auf neues Allzeithoch und bricht Rekord von 2022
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Im bundesweiten Tagesdurchschnitt kostete ein Liter E10 am Sonntag 2,273 Euro, wie der ADAC mitteilt. Dieser Preis liegt 1,7 Cent über dem Niveau vom Freitag und übertrifft zudem den bisherigen Höchstwert für Benzinpreise, der im März 2022 aufgestellt wurde. Regional können die Preise noch einmal deutlich darüber liegen.

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Bei Diesel fiel der Preissprung mit 3,5 Cent zudem noch deutlicher aus. Ein Liter kostete am Sonntag im Tagesschnitt 2,404 Euro. Der Preis ist damit nicht mehr weit von seinem Rekordwert vom April 2026 entfernt, bevor er sich dann auch aufgrund des von der Bundesregierung beschlossenen zeitlich begrenzten Tankrabatts verringerte.

Lage in Nahost bleibt angespannt

Ein Hauptgrund für die steigenden Preise ist der anhaltend hohe Preis für Rohöl. Dieser legte angesichts der weiterhin zunehmenden Spannungen in der Golfregion noch einmal zu und lag am Montagmorgen bei etwas mehr als 107 Dollar pro Fass Brent und bei knapp 103 Dollar für WTI.

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In der gesamten Region, vor allem in Saudi-Arabien, war es am Wochenende erneut zu Angriffen gekommen, unter anderem auf die Ost-West-Ölpipeline. Der Betrieb wurde daraufhin eingestellt, was den Weltmarkt weiter unter Druck setzt – das spüren die Verbraucherinnen und Verbraucher auch hierzulande an den Zapfsäulen.

SPD fordert Begrenzung bei Benzinpreis

Schon vor den Entwicklungen vom Wochenende wurden in der Politik die Stimmen für einen Spritpreisdeckel wieder lauter. So forderte unter anderem Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) gegenüber der dpa: „Wir brauchen dringend einen Spritpreisdeckel. Niemand darf sich an der Not anderer bereichern. Gerechtigkeit muss auch an der Tankstelle herrschen.“

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Seit April dürfen die Benzinpreise an den Tankstellen nur noch einmal am Tag, nämlich um 12 Uhr mittags, ansteigen – eine Regelung, die unter anderem der ADAC als eher preistreibend als -senkend einstufte. Diesbezüglich hatte Brandenburgs Verkehrsminister Robert Crumbach (SPD) vorgeschlagen, den Mittagspreissprung gesetzlich auf höchstens fünf Prozent zu begrenzen. Auch ein Preisdeckel nach dem Vorbild Luxemburgs und Belgiens ist im Gespräch.

Entsprechende Vorstöße wurden allerdings bislang von der zuständigen Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) abgelehnt. Ein erneuter Tankrabatt sei aufgrund der Haushaltslage nicht möglich, erklärte die Politikerin zuletzt Ende Juli. Ähnliches gelte für einen staatlichen Preisdeckel, weil „weil der Weltmarkt nicht darauf reagiert, wenn Deutschland einen Deckel einzieht“.