Marcel Fratzscher, Leiter des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, hat kürzlich eine Prognose abgegeben, die bei vielen Verbrauchern für ein mulmiges Gefühl gesorgt hat. Der Experte prophezeite, dass die Mehrwertsteuer von 19 auf 21 Prozent erhöht werden könnte.
Eine solche Änderung würde dem Staat zusätzlich bis zu 30 Milliarden Euro einbringen. Doch der Experte warnte vor den Konsequenzen für die Bürger. „Wir müssen davon ausgehen, dass es sich die Koalition am Ende leicht machen wird: Sie erhöht die Mehrwertsteuer um zwei Punkte, was 30 Milliarden Euro mehr bringen würde“, erklärte Fratzscher gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Natürlich kam schnell die Frage auf, was eine solche Erhöhung überhaupt für Auswirkungen hat.

Deutliche Auswirkungen an der Kasse: Wird die Mehrwertsteuer auf 21 Prozent angehoben?
Die aktuelle Situation zeigt, dass nicht auf alle Produkte und Lebensmittel der Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent anfällt. Es gibt auch einen ermäßigten Satz in Höhe von 7 Prozent, der beispielsweise für Brot, Gemüse, Fleisch, Bücher und Zeitschriften gilt. 19 Prozent muss man hingegen unter anderem für Chips, Alkohol, Softdrinks, Kaffee oder Fertiggerichte zahlen. Sollten künftig 21 Prozent anfallen, würde sich diese Änderung auf Dauer insbesondere an der Supermarktkasse bemerkbar machen. In der Gastronomie gilt seit dem 1. Januar 2026 allgemein der ermäßigte Steuersatz von 7 Prozent auf Speisen. Lediglich für Getränke fällt der Regelsatz an.
Der durchschnittliche Haushalt zahlt in Deutschland rund 286 Euro an Mehrwertsteuer im Monat. Bei einer Änderung würde auch der ermäßigte Steuersatz von 7 auf 9 Prozent steigen. Wie Focus Online berichtet, würde der Durchschnittshaushalt 43,01 Euro mehr pro Monat bezahlen müssen. Eine Tafel Schokolade kostet aktuell beispielsweise 2,19 Euro. Nach der Änderung wären es 2,23 Euro. Beliebte Produkte wie Bio-Kaffee kann man für rund 8,29 Euro erwerben. Nach der Änderung würden bereits 8,43 Euro anfallen. An der Kasse wäre die Erhöhung demnach deutlich spürbar. Es gibt jedoch bereits Kritik für eine solche Maßnahme und trotz der Prognose von Fratzscher ist momentan noch unklar, ob es tatsächlich zu einer Erhöhung der Mehrwertsteuer kommen wird.
