Die Wäscheklammer trägt ihre Funktion im Namen: Es handelt sich um eine Klammer für Wäsche, damit man diese beispielsweise zum Trocknen aufhängen kann. Die allermeisten Haushalte verfügen über ein mehr oder weniger großes Sortiment an Klammern, die theoretisch vielseitig zum Einsatz kommen können. In den sozialen Netzwerken feiert der Gegenstand zurzeit ein einigermaßen erstaunliches Comeback, oft ist von einem „geheimen Wäschetrick“ die Rede.
Dabei geht es offenbar darum, dass viele sich zum ersten Mal bewusst damit auseinandersetzen, dass eine Wäscheklammer – zumindest die Modelle mit einer mittigen Feder – über zwei Löcher verfügt. Das eine sitzt unterhalb der Feder, das andere an der Stelle, an der die beiden Klammerschenkel zusammentreffen. Diese Löcher kann man aktiv nutzen.
Haben die beiden Löcher der Wäscheklammer verschiedene Funktionen
Den beiden Öffnungen kann man unterschiedliche Funktionen zuweisen, die Wäscheklammern flexibler machen. Das untere Loch nutzen viele automatisch, um die Wäsche als solche aufzuhängen, da es sich um den schließenden Teil der Klammer handelt. Im Netz findet man nun zahlreiche Videos, in denen das zweite Loch direkt bei der Feder separat genutzt wird, um die Leine hindurch zu fädeln.
Auf diese Weise kann vor allem bei sensiblen Stoffen der Druck gesenkt werden, da die Klammer Leine und Stoff getrennt behandelt. Zudem kann der Stoff insgesamt freier hängen, was die Luftzirkulation punktuell verbessern und den Trocknungsprozess minimal beschleunigen kann.
Das funktioniert in der Praxis tatsächlich und kann durchaus Vorteile bringen, allerdings nur bei den Modellen, bei denen man durch den normalen Öffnungsmechanismus auch das zweite Loch öffnen kann. Das ist jedoch nicht bei allen Varianten möglich.

Die Geschichte der Wäscheklammer
Einige Quellen wie beispielsweise das dänische Magazin „Dagens“ berichten davon, dass eine separate Funktionsweise der beiden Löcher an Wäscheklammern bereits bei der Erfindung mitgedacht wurde. Das lässt sich basierend auf den historischen Daten jedoch nicht verifizieren.
Im Laufe ihrer Geschichte hat sich die Wäscheklammer mehrfach verändert. Als Erfinder des heutigen Modells gilt David M. Smith aus Springfield (Vermont), der im Oktober 1853 ein entsprechendes Patent in den USA anmeldete. Sein damaliger Entwurf zeigt in der Tat bereits eine Klammer mit Feder-Mechanismus – interessanterweise wurde erst 1882 von James Sperry ein Patent für die eigentlich urtümlichere Variante ohne Feder angemeldet.
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Das zweite Loch einer Klammer kann nützlich sein
Allerdings ist dabei nur eine größere Öffnung am Ende zu sehen und kein zweites Loch, das man hätte nutzen können, um Leine und Stoff zu trennen. Später hinzugekommene, unterschiedlich große Aussparungen waren hingegen vor allem dafür gedacht, dass die Klammer auf unterschiedlichen Aufhängungen guten Halt bieten konnte.
Von einer geheimen ursprünglichen Funktion der Wäscheklammer zu sprechen, ist also nicht ganz korrekt beziehungsweise kann das nicht belegt werden. Auch im Original-Patent findet sich kein entsprechender Hinweis. Nichtsdestotrotz kann es sich um einen praktischen Wäschetrick handeln, wenn man die entsprechenden Möglichkeiten und Klammern hat.

