Urteil wegen Mordes an Tupac Shakur gefallen! Warum die Ermittlungen 30 Jahre gedauert haben

Der Mord an US-Rapper Tupac Shakur beschäftigt die Weltöffentlichkeit und auch die Justiz seit Jahrzehnten. Jetzt ist ein Urteil gefallen.
Urteil wegen Mordes an Tupac Shakur gefallen! Warum die Ermittlungen 30 Jahre gedauert haben
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Am 31. August 2026 ist ein Urteil im Mord an Tupac Shakur gefallen und damit fast auf den Tag genau 30 Jahre nach der eigentlichen Tat, die sich am 7. September 1996 ereignete. An diesem Tag sah sich der erfolgreiche Rapper gemeinsam mit ein paar Freunden den Kampf zwischen Mike Tyson und Bruce Seldon im berühmten MGM Grand Hotel in Las Vegas an. Anschließend stiegen der Musiker und sein Label-Chef Suge Knight in eine schwarze BMW-Limousine.

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Auf diese wurde anschließend an einer roten Ampel an der Kreuzung East Flamingo Road/Koval Lane geschossen, wobei Tupac Shakur von mehreren Kugeln sowohl in die Brust als auch ins Becken und den rechten Arm getroffen wurde. Am 13. September erlag der Rapper dann im Alter von 25 Jahren seinen Verletzungen.

Der Tod von „2Pac“ löste aufgrund der Prominenz des Opfers und der Umstände seines Todes ein internationales Medienecho aus. Zudem kam es zu zahlreichen Theorien und Spekulationen, da der Mord jahrzehntelang nicht aufgeklärt wurde. Erst jetzt, 30 Jahre später, kam es zu einem Prozess und auch zu einer Verurteilung.

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Duane Davis für Mord an Tupac schuldig gesprochen

Seit dem 10. August läuft ein entsprechender Prozess in Las Vegas. Vor Gericht stand der frühere Gang-Anführer Duane „Keefe D“ Davis. Dem inzwischen 63-Jährigen wurde nicht vorgeworfen, Tupac Shakur selbst erschossen zu haben. Allerdings soll er der Drahtzieher hinter dem geplanten Attentat gewesen sein. Im US-Bundesstaat Nevada, in dem Las Vegas liegt, ist es möglich, dass Angeklagte wegen Mordes verurteilt werden, wenn sie bei der Tat geholfen haben.

Hinsichtlich dieses Tatbestandes wurde Davis nun von einer 12-köpfigen Jury schuldig gesprochen. Die Beratung für das Urteil dauerte vergleichsweise kurz und war bereits nach wenigen Stunden abgeschlossen. Dem 63-Jährigen droht nun eine lebenslange Haftstrafe.

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Die Anklage, die von Staatsanwalt Binu Palal vertreten wurde, argumentierte, dass Davis die Aktion als Vergeltung für einen Angriff auf seinen Neffen anordnete. Das bezieht sich auf eine Schlägerei, die am Abend des Mordes stattfand, nachdem Tupac Shakur und Suge Knight den Kampf verlassen hatten. Noch in der Lobby des Hotels kam es zu einer Prügelei mit einer südkalifornischen Gang, zu der auch Davis' Neffe gehörte.

Duane Davis beim Prozess wegen Tupac Shakur
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Identität des Todesschützen bis heute nicht zweifelsfrei geklärt

Verhaftet wurde Duane Davis bereits 2023, nachdem er unter anderem in seinen 2019 erschienenen Memoiren „Compton Street Legend“ zugegeben hatte, in dem weißen Cadillac gesessen zu haben, aus dem die Schüsse auf Tupac Shakur abgegeben worden waren. Zudem wird in dem Buch beschrieben, dass Davis die Tatwaffe besorgt und im Wagen auf den Rücksitz geworfen hatte, von wo aus dann die tödlichen Schüsse abgefeuert wurden.

Als Schütze gilt besagter Neffe des Gang-Bosses, Orlando „Baby Lane“ Anderson. Dass gegen den zum Zeitpunkt der Tat 22-Jährigen nie Anklage erhoben wurde, ist der Tatsache geschuldet, dass Anderson selbst im Jahr 1998 bei einer Schießerei zwischen rivalisierenden Banden getötet wurde.

Es gibt allerdings auch andere potenzielle Schützen. So sagte Denvonta Lee, ein früherer Vertrauter von Davis, vor der Grand Jury aus, dass Deandrae „Freaky“ Smith geschossen habe. Allerdings war Lee bei der Tat selbst nicht zugegen. Davis selbst belastet ebenfalls seinen verstorbenen Neffen Anderson; der nun verurteilte ehemalige Gang-Boss ist der einzige der vier Insassen des weißen Cadillacs, der noch am Leben ist. Smith starb 2004 eines natürlichen Todes und Fahrer Terrence Brown wurde 2015 in Compton erschossen.

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Warum haben die Ermittlungen zu Tupacs Tod 30 Jahre gedauert?

Bei einem solchen Fall, in dem eine prominente Person in der Öffentlichkeit ermordet wird, ist der Druck auf die Ermittlungsbehörden groß. Allerdings kamen die Ermittlungen jahrzehntelang kaum voran, was vor allem an einem Mangel an Beweisen lag.

Denn obwohl der Mord öffentlich stattfand, gab es kaum Spuren. Drei Insassen des schwarzen BMW, auf den geschossen wurde, waren tot. Zudem fehlten Mordwaffe und DNA, da sich der weiße Cadillac, aus dem geschossen wurde, direkt vom Tatort entfernte. Weder das Auto noch die Tatwaffe konnten bis heute sichergestellt werden, was die lange Zeit bis zu einem Urteil erklärt.

Ausschlaggebend dafür, dass es nun doch noch zu einem Verfahren kam, sind besagte Memoiren von Davis. Staatsanwalt Marc DiGiacomo erklärte dazu im Vorfeld des Prozesses: „Hätte er sich entschieden, dieses Buch niemals zu schreiben, wäre er wahrscheinlich niemals wegen dieses Verbrechens angeklagt worden“ – und entsprechend wäre er auch niemals schuldig gesprochen worden.