Der US-amerikanische Serienmörder Ted Bundy ist eine der bekanntesten Figuren der Kriminalgeschichte. In den 1970er-Jahren entführte, vergewaltigte und tötete Bundy mehrere junge Frauen. Insgesamt gestand er 30 Morde, wobei immer wieder vermutet wird, dass es bis zu 60 gewesen sein könnten. Aufgrund seines Aussehens und Charmes konnte er sich nicht nur seinen Opfern nähern; sein Fall bekam dadurch und auch auch aufgrund der Brutalität große Aufmerksamkeit in den Medien. Es war der erste große Prozess, der öffentlich übertragen wurde.
Das führte unter anderem dazu, dass er in zahlreichen Spielfilmen und Serien behandelt wird. Zu den bekanntesten gehört „Extremely Wicked, Shockingly Evil and Vile“ mit Zac Efron als Ted Bundy. Der Film behandelt dabei nicht direkt die Mordserie. Stattdessen geht es vor allem um die Beziehung zwischen Bundy und der alleinerziehenden Elizabeth „Liz“ Kendall (geb. Kloepfer). Die beiden waren ab 1969 ein Paar und die Beziehung bestand auch zu dem Zeitpunkt, als Bundys Mordserie begann. Aufgrund der Täterbeschreibung schöpfte die junge Frau Verdacht, dass es sich bei ihrem Partner um den gesuchten Mörder handeln könnte.
Ihr Hinweis an die Polizei verlief jedoch ins Leere und die Beziehung wurde beendet, als Ted Bundy von Oregon nach Utah umzog. Dennoch soll er Kendall mehrere Briefe aus dem Gefängnis geschrieben haben. Im Jahr 1980 heiratete Bundy dann aus dem Gericht heraus die als Zeugin geladene Carole Anne Boone. Durch die Anwesenheit der Gerichtsbeamten wurde die eigentlich untersagte Heirat der beiden legitimiert. Im Oktober 1982 brachte Boone dann die gemeinsame Tochter Rose Bundy zu Welt. An sie könnte Ted Bundy dann seine letzten Worte gerichtet haben, möglicherweise aber auch an Carole Anne Boone oder seine Ex-Freundin Liz Kendall.

Kann man Ted Bundys letzte Worte ernst nehmen?
Bundy wurde mehrfach zum Tode verurteilt und schließlich – nachdem erst seine Anwälte und dann er selbst durch mehrere Geständnisse den Zeitpunkt verzögert hatten – am 24. Januar 1989 auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet. Unter anderem der „Los Angeles Times“ zufolge soll der Gefängnisdirektor Tom Barton Ted Bundy abschließend gefragt haben, ob er noch etwas zu sagen habe.
Nach kurzem Zögern soll Bundy daraufhin an seinen Anwalt, Jim Coleman, und dem methodistischen Pfarrer Fred Lawrence gesagt haben: „Jim und Fred, ich möchte euch bitten, meiner Familie und meinen Freunden meine Liebe auszurichten.“ Um diese letzten Worte des Serienmörders Ted Bundy drehen sich viele Spekulationen. Richten sie sich an seine Eltern, seine Tochter Rose, seine Ex-Freundin Liz Kendall oder seine inzwischen geschiedene Frau Carole Anne Boone?
Bryanna Fox, Kriminologieprofessorin an der University of South Florida und ehemalige FBI-Agentin, vermutet hinter den Worten eine weitere Manipulation des Serienmörders. „Psychopathen sind unter anderem dafür bekannt, sehr oberflächlich zu sein“, erklärt sie gegenüber „Oxygen“. „Ich glaube, Ted wollte das Bild aufrechterhalten, dass er eine Familie hatte, die ihn liebte, dass er Freunde hatte, die sich um ihn kümmerten, wohl wissend, dass seine letzten Worte ausgestrahlt werden würden. Ich denke, er wollte bis zum Schluss das Bild vermitteln, dass er geliebt wurde“, wird die Expertin zitiert.
