Bei einem Rave in der Schweiz wurde eine junge Frau tödlich verletzt. Mehrere Täter feuerten Schüsse auf die Besucher des Events in Aarau ab. Aktuell läuft die Fahndung auf Hochtouren, während die Ermittler bereits erste Details zu dem Angriff bekannt gegeben haben.
Bei einer Pressekonferenz am Sonntag wollte man sich allerdings noch nicht darauf festlegen, welche Art des Verbrechens vorliegt. Es könnte sich um einen Amoklauf oder auch um einen Terrorakt handeln. Eine 22-jährige Italienerin verstarb durch die Schüsse in der Nacht zum Sonntag. Außerdem wurden vier Schweizer und eine Deutsche leicht bis schwer verletzt. Alle Betroffenen werden momentan im Krankenhaus behandelt.

Italienerin stirbt nach Schüssen bei Techno-Festival in der Schweiz
Die Ermittler konnten bereits veröffentlichen, mit welchen Waffen geschossen wurde. „Wir haben zwei Kaliber gefunden. Darunter 9‑Millimeter-Hülsen, wie sie in Pistolen oder Maschinenpistolen genutzt werden. Und Kaliber 5,45x39, wie es in Sturmgewehren genutzt wird“, erklärte der Einsatzleiter Matthias Schildknecht. Sie vermuten, dass die Schüsse aus bis zu 300 Metern Entfernung abgegeben wurden. Die Täter feuerten die Munition gegen 2:30 Uhr in der Nacht von Samstag auf Sonntag ab. Die Ermittler konnten bisher keine Verbindung zwischen den Opfern feststellen. „Wir gehen davon aus, dass es Zufallsopfer sind.“
Die Fahndung nach den Tätern läuft auf Hochtouren
Zeugen erklärten, dass sie zwei Täter gesehen haben, allerdings bestätigte die Polizei diese Angabe bisher nicht. „Es ist so, dass wir noch nicht wissen, wer für diese Tat verantwortlich ist oder welches Motiv dahintersteckt“, sagte Regierungsrat Dieter Egli. Zum Zeitpunkt des Angriffs hielten sich über 100 Menschen auf dem Festivalgelände auf. Aktuell ist noch völlig unklar, wo sich die Täter momentan aufhalten. Eine Gefahr für die Öffentlichkeit wird jedoch ausgeschlossen. „Aufgrund der ganzen Situation schließen wir aber aus, dass die Täterschaft wieder irgendwo aktiv werden könnte und zu einer neuen Gefahr werden könnte“, hieß es im Rahmen der Pressekonferenz vom Sonntag. Gäste des Raves werden darum gebeten, Video- und Bildmaterial an die Kantonspolizei Aargau zu senden.

