Im vergangenen Oktober wurde Fabian aus Güstrow tot aufgefunden. Mittlerweile ist klar, dass der Schüler ermordet wurde. Die Polizei verhaftete schon im November die ehemalige Partnerin des Vaters. Im März verkündete die Staatsanwaltschaft, dass Anklage gegen Gina H. erhoben wird.
Sie wird wegen „des Verdachts des heimtückischen Mordes und aus sonst niedrigen Beweggründen zum Nachteil des achtjährigen Fabian“ angeklagt. Der Prozess vor dem Landgericht Rostock hat nun begonnen und der Staatsanwalt hat erstmals ein mögliches Mordmotiv genannt. Gina wollte mit der Tat offenbar einem Streit mit Fabians Vater Matthias ein Ende setzen.

Warum starb Fabian aus Güstrow? Staatsanwaltschaft nennt neue Details
Die Angeklagte soll dem Beamten zufolge außerdem gehofft haben, die Beziehung mit dem Vater des 8-Jährigen anschließend fortsetzen zu können. Sie war rund vier Jahre mit Matthias zusammen. Im August 2025, kurz vor Fabians Tod, sei die Partnerschaft auseinander gebrochen. Der Schüler soll außerdem eine heftige Auseinandersetzung zwischen Gina und seinem Vater miterlebt haben. Matthias habe die Beziehung daraufhin beendet, da er Sorge hatte, dass sein Sohn den Kontakt zu ihm abbricht.
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Wie der Fernsehsender RTL berichtet, teilte Matthias seiner Ex-Freundin am 9. Oktober in einer Chatnachricht mit, dass er die Beziehung nicht fortführen werde, da er sich um sein Verhältnis zu Fabian sorgte. Einen Tag später soll Gina den Schüler unter einem Vorwand aus dem Haus gelockt und zu einem Tümpel bei Klein Upahl gebracht haben. Die mutmaßliche Täterin habe daraufhin acht Mal mit einem Messer auf den Jungen eingestochen und die Leiche anschließend verbrannt. Trotz der Hinweise gilt bis zu einem rechtskräftigen Urteil auch weiterhin die Unschuldsvermutung. Gina hat bisher zu den Vorwürfen geschwiegen. Die Aussage von Fabians Eltern wird am Donnerstag erwartet.

