Als Michele Hundley Smith am 9. Dezember 2001 abends nicht von ihren Weihnachtseinkäufen zurückkehrte, wurde vom FBI eine intensive Fahndung eingeleitet. Doch von der dreifachen Mutter, die zum Zeitpunkt ihres Verschwindens 38 Jahre alt war, fehlte jede Spur. Jahrelang gab es Spekulationen über ein mögliches Verbrechen, in True-Crime-Formaten wurden der Weg zur etwa 30 Minuten entfernten Shopping Mall rekonstruiert, zumal nicht bekannt war, ob die Frau an diesem Abend überhaupt an dem Ort gewesen war.
Nach 24 Jahren gibt es nun allerdings eine Wendung in dem Fall, die wohl viele nicht haben kommen sehen. Michele Hundley Smith wurde gefunden und die inzwischen 62 Jahre alte Frau ist offenbar nicht nur am Leben und wohlauf, sondern lebt nach wie vor in North Carolina, einem Bundesstaat an der Ostküste der USA, in dem auch auch ihre Familie all die Jahre wohnhaft war. Ihren genauen Aufenthaltsort verraten die Behörden allerdings nicht.

Michele Hundley Smith wurde lebend gefunden: Familie bittet um Privatsphäre
Dabei äußerte die Familie bereits mehrfach die Vermutung, dass Michele Hundley Smith sie auch einfach verlassen haben könnte, um sich ein neues Leben aufzubauen. Auf ihren Fahndungsplakaten war dennoch die Rede davon, dass die dreifache Mutter ihre Kinder nicht einfach zurücklassen würde; so setzte sich die hartnäckige Theorie in der Öffentlichkeit fest, dass ein Verbrechen stattgefunden haben muss. Wie sehr die Familie darunter gelitten hat, bestätigt unter anderem in Post auf der Facebook-Seite „Bring Michele Hundley Home“, die wohl von einem der drei Kinder betrieben wird.
Dort steht unter anderem in einem langen, aktuellen Post, der auf die Geschehnisse eingeht: „Mein Vater hat seit damals so viele Anschuldigungen über sich ergehen lassen müssen… Selbst bevor soziale Medien groß wurden, gab es in unserer kleinen Stadt viele Leute, die so taten, als wüssten sie, dass er daran beteiligt war… Aber das war er nicht!“
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Entsprechend gespalten nimmt die Familie nun auch die Nachricht auf, dass Michele Hundley Smith gefunden wurde. So berichtet etwa eine Cousine gegenüber „WFMY News 2“, dass sie nie geglaubt habe, „dass Michele tot ist. Ich wusste, dass sie lebt. Das ist einfach ein Gefühl, das ich mein ganzes Leben lang hatte.“ Im bereits erwähnten Post auf der Facebook-Seite berichtet eines der drei zurückgelassenen Kinder wiederum um einen Mix aus Freude, Trauer und Wut.
