Die vom US-Justizministerium veröffentlichten Akten im Fall Jeffrey Epstein haben bereits zahlreiche Details über das Leben und das Umfeld des verurteilten Sexualstraftäters offenbart. Im Jahr 2019 beging der ehemalige Vermögensverwalter Suizid. Lediglich seine Komplizin und Vertraute Ghislaine Maxwell verbüßt momentan eine Gefängnisstrafe.
Unter anderem werden Epstein Missbrauch und Sexhandel mit jungen Frauen und minderjährigen Mädchen vorgeworfen. Kürzlich wurden bereits seine Einkaufslisten auf der Plattform Amazon in den Akten freigegeben. Jetzt folgte eine Inventarliste, die den Inhalt seiner geheimen Lagerräume enthüllt. Dieses Dokument liegt dem Telegraph vor.

Was verbarg Jeffrey Epstein in seinen geheimen Lagerräumen?
Es handelt sich um die Objekte, die in einem von sechs abschließbaren Räumen gefunden wurden. Jeffrey Epstein hatte sie über einen Zeitraum von 16 Jahren angemietet. Das Material soll der Investmentbanker vor einer Polizeirazzia im Jahr 2005 versteckt haben. Bei einer Durchsuchung seines Anwesens in Palm Beach wurde festgestellt, dass mehrere Beweismittel fehlten. Die Inventarliste zeigt nun, dass sich in den Lagerräumen unter anderem Computer, Nacktfotos, erotische Handbücher und Zeitschriften befanden. Ganze elf Kisten sollen außerdem Erotikspielzeug enthalten haben.
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Michael Reiter, Polizeiermittler von Palm Beach, erklärte im Jahr 2019, dass in Epsteins Haus mehrere Computer fehlten und die Kabel „einfach so lose herumhingen“. Darauf sollen sich die Aufnahmen der Überwachungskameras befinden. Zudem wurde dem Dokument zufolge in Epsteins Lagerräumen eine Videokassette gefunden, die Aufnahmen von einer Person unter der Dusche und eine Frau in Dessous zeigt. Ob es sich um Opfer des Sexualstraftäters handelt, ist unklar. Zudem ist noch nicht sicher, ob die Gegenstände, beziehungsweise die Aufnahmen der Gegenstände, im Rahmen der Akten freigegeben werden. Vor wenigen Tagen wurden außerdem Fotos von Epsteins Apartment in Paris veröffentlicht, die unter anderem einen roten Raum mit Massageliege zeigen, in dem es laut der Pariser Staatsanwaltschaft zu Vergewaltigungen gekommen sein soll.
