Influencerin Sara Gilson nach viralem Video erschossen

Sie wollte sich schützen, doch für Sara Gilson kam jede Hilfe zu spät. Nur zwei Wochen nach der Veröffentlichung eines viralen Videos, in dem sie schwere Anschuldigungen erhob, wurde die Influencerin erschossen.
Influencerin Sara Gilson nach viralem Video erschossen
Privat

Die Influencerin Sara Gilson ist tot. Sie wurde am 23. Juli erschossen. Nachdem ihr Sohn einen Notruf absetzte, konnten die Einsatzkräfte nur noch den Tod der 43-Jährigen feststellen. In einem ersten Anruf seien lediglich ein Schrei und ein Schuss zu hören gewesen. Die Behörden vermuten, dass die Mutter von ihrem eigenen Ehemann getötet wurde.

Kurz nach ihrem Tod meldete sich ihr Ex-Mann zu Wort und erklärte gegenüber der Presse, dass er Sara mehrfach vor ihrem neuen Partner gewarnt habe. „Shawn war von dem Moment an, als sie zusammenkamen, eine Gefahr für sie“, sagte Lyle Landers gegenüber dem US-Magazin People. Er machte sich immer wieder Sorgen um sie. „Ich habe sie fünf Jahre lang angefleht, von ihm wegzugehen. Ich habe ihr angeboten, ihr auf jede erdenkliche Weise zu helfen. Aber es schien, als hätte er eine Art Kontrolle über sie. Sie konnte sich einfach nicht von ihm lösen“, hieß es weiter.

Sara Gilson in ihrem letzten Video
Sara Gilson/TikTok

Kurz vor ihrem Tod: Sara Gilson postete ein letztes virales Video

Landers behauptet, häusliche Gewalt habe zu Sara Gilsons Alltag gehört. Zwei Wochen vor dem Vorfall postete die Mutter ein letztes Video, in dem sie selbst Anschuldigungen gegen ihren Ehemann erhob, von dem sie mittlerweile in Trennung lebte. Die Ermittler vermuten, dass Gilson aus Rache getötet wurde. Shawn habe zuerst die Influencerin und anschließend sich selbst erschossen. Sara hatte ihn beschuldigt, pädophil zu sein. „Ich habe herausgefunden, dass mein baldiger Ex-Mann ein Pädophiler ist“, erklärte sie in ihrem Video, das kurz darauf viral gegangen ist. Ein 15-jähriges Mädchen, das von Shawn beim Basketball trainiert wurde, hatte zuvor Anschuldigungen erhoben.

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Anfang Juli wollte Sara Gilson vor Gericht eine einstweilige Verfügung gegen Shawn erwirken. Der 48-Jährige sollte sich anschließend mindestens 100 Yards von ihr fernhalten. Nur wenige Wochen später wurde sie tot in ihrem Haus in Collinsville aufgefunden. Auf der Plattform GoFundMe wurde mittlerweile eine Spendenaktion für ihre Kinder ins Leben gerufen. Die Influencerin hinterlässt einen Jungen und ein Mädchen. „Sie hat alles für unsere Kinder getan und immer dafür gesorgt, dass sie wussten, wie sehr sie sie liebt“, betonte ihr Ex-Mann.

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Gewalt in Partnerschaften: Jährlich sterben insbesondere Frauen

Gewalt in Partnerschaften führt auch in Deutschland immer wieder zu schweren Verletzungen oder sogar zu Todesfällen. 79 Prozent der Betroffenen sind weiblich. Im Jahr 2024 wurden laut UN Women Deutschland 132 Frauen durch ihren Partner oder ihren ehemaligen Partner getötet. Doch es handelt sich nicht um ein Problem, das sich nur auf ein Geschlecht bezieht. Auch Männer und nonbinäre Personen sind körperlicher und psychischer Gewalt in Partnerschaften ausgesetzt. Allerdings sprechen sie seltener darüber und schämen sich, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wer anonyme Unterstützung sucht, kann in Deutschland kostenlos bei der Telefonseelsorge anrufen.