Der achtjährige Fabian aus Güstrow wurde im vergangenen Jahr tot aufgefunden. Nach einer Suchaktion wurde die Leiche des Jungen an einem Tümpel in der Nähe seines Heimatortes entdeckt. Mittlerweile gehen die Ermittler von einem Mord aus und haben bereits Anfang November eine Verdächtige verhaftet.
Die Frau sitzt immer noch in Untersuchungshaft. Kürzlich kündigte die Staatsanwaltschaft an, dass der Fall eher aufgeklärt werden könnte als gedacht. Die Ermittlungen sollen voraussichtlich nur noch bis Mitte Februar andauern. Fabians Angehörige leiden nicht nur unter dem Verlust, denn sie kämpfen außerdem mit schweren Anfeindungen aus der Öffentlichkeit.

Der Mord an Fabian aus Güstrow ist noch nicht geklärt: Freundin der Mutter meldet sich zu Wort
Eine Freundin der Mutter hat sich kürzlich mit einem emotionalen Statement zu Wort gemeldet. Raffaela gilt als enge Vertraute von Mutter Dorina. „Statt Mitgefühl erleben wir etwas anderes: Hass, Hetze, Unterstellung“, berichtet sie in den sozialen Medien. Zu Beginn dienten Facebook, Instagram und Co. nur dazu, Hilfe bei der Suche nach Fabian zu finden. Doch die Mutter des Jungen erhielt immer mehr Nachrichten und Anfragen. Sie wurde mit Verdächtigungen und feindlichen Kommentaren nur so überschüttet. „Da passiert das Schlimmste in deinem Leben, was du niemals zu träumen gewagt hättest, und dann kommen da so ekelhafte Menschen“, berichtet Raffaela.
Fabian aus Güstrow: Bilder von Überwachungskamera sollen neue Hinweise liefern
Dennoch möchte Fabians Mutter auch weiterhin auf den schrecklichen Fall aufmerksam machen. Sie will, dass jeder weiß, „wer Fabian gewesen ist, was ihm zugestoßen ist und vor allem, wer ihm dies angetan hat“. Die User werfen Raffaela und Fabians Mutter unter anderem vor, mit dem Tod des Jungen Geld im Netz verdienen zu wollen. „Wer glaubt, ungefiltert alles sagen zu dürfen, nur weil ein Bildschirm dazwischen ist, sollte sich ernsthaft fragen, wann Empathie verloren gegangen ist“, schreibt Raffaela weiter. Fest steht, dass Raffaela und auch die Mutter des Schülers trotz der belastenden Kommentare nicht schweigen wollen. In den kommenden Wochen sollen durch die Staatsanwaltschaft neue Details veröffentlicht werden. Die Identität der Verdächtigen wird von der Staatsanwaltschaft bewusst zurückgehalten.
