In Deutschland ist es gar nicht so einfach, Kenntnis von absolut jedem Verkehrsschild zu haben. Einige Autofahrer sprechen sogar von einem richtigen „Schilderwald“. Umso ärgerlicher wird es, wenn man eine Regel nicht beachtet oder ein wichtiges Schild übersieht.
In einem solchen Fall werden schonmal Bußgelder von bis zu 1.000 Euro fällig. Auch ein Punkt in Flensburg kann drohen. Aktuell diskutieren zahlreiche Fahrer im Netz über ein Verkehrsschild mit einem „Ei“. Wer es ignoriert, muss schlimmstenfalls ganze 250 Euro abdrücken. Allerdings betrifft das Verbot mit der Nummer 269 nicht sämtliche Fahrer, sondern nur solche, wassergefährdende Ladung transportieren.

Wer das Verkehrsschild mit "Ei" ignoriert, muss viel Geld zahlen
Auf dem runden Verkehrsschild ist eine rote Umrandung zu sehen. In der Mitte befindet sich ein Fahrzeug mit einer orangefarbenen Ladung, die an ein Ei erinnert. Unter dem Fahrzeug ist Wasser zu sehen. Das Schild soll zeigen, dass in bestimmten Gebieten keine Fahrzeuge mit der besagten wassergefährdenden Ladung gestattet sind. Ziel ist es, durch das Verbot Verunreinigungen von Gewässern zu verhindern.
Erstmals wurde das Verbot in dieser Ausführung im Jahr 1988 eingeführt. Am 1. September 2009 erhielt es schließlich eine zusätzliche Bedeutung und bezieht sich heute immer noch auf Fahrzeuge mit einer Ladung von über 20 Litern. Als wassergefährdend gelten Stoffe und Flüssigkeiten wie Säuren, Laugen, Alkalimetalle oder auch Gifte.