Studie: So reich ist Deutschland wirklich

Eine Vermögensstudie deckt auf, wie es tatsächlich um das Konto der Deutschen steht.

, 19:49 Uhr
Studie: So reich ist Deutschland wirklich
Zerbor/Shuttrstock
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Die Deutschen sind wesentlich reicher als bisher angenommen. Eine neue Studie zeigt, dass die bisher vorhandenen Statistiken das tatsächliche Gesamtvermögen nicht erfassen konnten. Man wollte zudem feststellen, inwieweit die Kluft zwischen Arm und Reich weiter auseinandergeht. „Es brauchte daher ein langjähriges Forschungsprojekt, um zum ersten Mal die Entwicklung der Vermögen und ihrer Verteilung in Deutschland von 1895 bis heute nachzuzeichnen.“

Das Ergebnis legt offen, dass die Deutschen tatsächlich mehr Geld verdienen, als man bisher berechnete. „Wenn man die Betriebsvermögen nach internationalen Standards bemisst und zudem für die Immobilienpreise die aktuelleren Zahlen der Bundesbank verwendet, dann ist Deutschland gut 4.000 Milliarden Euro reicher als gedacht.“

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esfera/Shutterstock

120.000 Euro Median-Haushaltsvermögen

Das durchschnittliche Haushaltsvermögen beträgt laut den Autoren der Uni Bonn, der Berliner Humboldt-Universität und dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung 420.000 Euro. Das Median-Haushaltsvermögen, welches genau die Mitte darstellt, kommt auf 120.000 Euro. Das liegt daran, dass sehr große Vermögen an der Spitze den Durchschnitt stark anheben.

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Der Anteil des reichsten Hundertstels oder Tausendstels der Bevölkerung am Gesamtvermögen ist zudem in den letzten Jahren gestiegen. Die obere Hälfte konnte ihr Vermögen seit 1990 verdoppeln, während es bei der unteren Hälfte stagniert. Die wachsende Lücke zwischen der obersten und der untersten Schicht wird von den Forschern als signifikant bezeichnet. Der zuvor nicht erfasste Reichtum sei „nur bei der besser situierten Hälfte der Bevölkerung“ zu finden. Ab welchem Einkommen man in Deutschland als reich gilt, kannst du in einem anderen Artikel lesen.

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