Gender-Verbot: Neue Hessen-Regierung hat drastische Pläne

Die neue Regierung in Hessen will das Gendern umfangreich stoppen und in zahlreichen Bereichen sogar verbieten.

14.11.2023, 22:17 Uhr
Gender-Verbot: Neue Hessen-Regierung hat drastische Pläne
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Die künftige Regierung im Bundesland Hessen plant ein umfangreiches Gender-Verbot. 
Der CDU-Ministerpräsident Boris Rhein hat sich gemeinsam mit der SPD auf einen neuen Beschluss geeinigt. 

„Wir werden festschreiben, dass in staatlichen und öffentlich-rechtlichen Institutionen (wie Schulen, Universitäten, Rundfunk) auf das Gendern mit Sonderzeichen verzichtet wird“, heißt es in dem entsprechenden Eckpunktpapier. Mittlerweile werden die Gender-Sprache und die damit verbundenen Sonderzeichen überall in Deutschland verwendet. Somit soll sich jede Person mit jedem Geschlecht angesprochen fühlen. Allerdings gibt es zahlreiche Kritikerinnen und Kritiker, die sich gegen diese Änderungen aussprechen.

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Koalition plant Gender-Verbot an Schulen, Unis und im Rundfunk

Auch in Hessen scheint es den Verantwortlichen nun zu viel zu werden. Deshalb möchte, man das umfangreiche Gender-Verbot schon bald umsetzen. Als Folge der Verwirklichung des neuen Beschlusses wird dann künftig auf Sternchen, Unterstriche und Doppelpunkte verzichtet. Die Ausdrücke „Schüler*innen“, „Lehrer_innen“ oder „Freund:innen“ sind dann nicht mehr zulässig. Von den neuen Regelungen ist auch der Hessische Rundfunk mit seinem Fernsehkanal, den sechs Nachrichtenmagazinen und Sendungen sowie den sechs Radiosendern betroffen.

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Politiker wollen sich am Rat der deutschen Sprache orientieren

Auch auf der Website des HR wird es dann nicht mehr "Moderator*innen“ und „Mitarbeiter*innen“ heißen. Die neue Koalition möchte sich mit dem Gender-Verbot „am Rat der deutschen Sprache“ orientieren. „Diese Wortbinnenzeichen gehören nicht zum Kernbestand der deutschen Orthografie“, stellte der Rat der deutschen Sprache kürzlich erneut klar. Es haben sich zwar einige Kritiker zu Wort gemeldet, allerdings hat sich ein Großteil der Deutschen schon längst gegen das Gendern ausgesprochen.

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