Neue „Spielregeln der Gesellschaft“: Scrabble führt Stein zum Gendern ein

Der Spielhersteller möchte auf eine gendergerechte Sprache aufmerksam machen.

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Neue „Spielregeln der Gesellschaft“: Scrabble führt Stein zum Gendern ein
NeydtStock/Shutterstock

Scrabble gilt seit Jahrzehnten als beliebtes Gesellschaftsspiel. Passend zur Genderdebatte führte der Hersteller des Spiels nun einen neuen Stein ein. Darauf ist „*IN“ zu lesen. Für das Ablegen des neuen Steins gibt es eine hohe Belohnung von 10 Punkten.

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Scrabble möchte somit eine Diskussion über den aktuellen Sprachwandel anregen und sich für die gendergerechte Wortwahl einsetzen. „Mit dem Genderstein bei Scrabble haben wir die Chance, den Stein des Anstoßes für eine gendergerechte Sprache zu geben. Er ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass sich die Spielregeln in der Gesellschaft verändert haben“, erklärte der Spielhersteller in einem offiziellen Statement.

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In der Sprache sollen demnach alle Menschen sichtbar werden. Dazu zählen auch nicht-binäre Personen. Der neue „*IN“-Stein kann online kostenlos nachbestellt werden. Der Hersteller möchte zudem zeigen, dass niemandem durch das Gendern ein Nachteil entsteht.

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Mitch Hutchinson/Shutterstock

Ein „Stein des Anstoßes für eine gendergerechte Sprache“

Doch die Neuerung bringt auch einige Spielregeln mit sich: „Der *IN-Stein darf als gendergerechte Endung ausschließlich bei personenbezogenen Substantiven verwendet werden, die in der Grundform (generisches Maskulinum) auf -er oder -e enden und für Berufsbezeichnungen, Bewohner oder Mitglieder von Gruppen stehen. In Zweifelsfällen sollte ein Wörterbuch zurate gezogen werden. Der *IN-Stein fließt mit 10 Punkten in die Berechnung des Wortwertes ein.“

Falls man den neuen Stein noch nicht gekauft hat, kann gemäß den neuen Spielregeln alternativ der Blankostein verwendet werden.