Erste Details bekannt: So wird Netflix gegen Passwort-Sharing vorgehen

In diesem Jahr soll endgültig Schluss mit dem Teilen von Passwörtern sein.

02.02.2023, 17:33 Uhr
Erste Details bekannt: So wird Netflix gegen Passwort-Sharing vorgehen
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In diesem Jahr möchte die Streaming-Plattform Netflix das Teilen von Passwörtern endgültig unterbinden. Dem Konzern gehen durch diesen Trick monatlich mehrere Millionen verloren. Künftig soll es nicht mehr möglich sein, kostenlos bei Freunden und Verwandten mitzustreamen, wenn man nicht im selben Haushalt lebt.

Bisher war noch unklar, wie genau Netflix gegen Passwort-Sharing vorgehen möchte. Ende letzten Jahres wurden einige Modelle getestet. Nun veröffentlichte der Konzern erste Details auf seiner Website.  Demnach soll "gegen Ende des ersten Quartals 2023" auf ein neues Modell umgestiegen werden. User, die nicht im selben Haushalt leben, sollen künftig gesperrt werden.

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Personen aus anderen Haushalten werden gesperrt

Lediglich Personen, die gemeinsam an einem „Haupt-Standort“ leben, dürfen sich auch einen Account teilen. Zudem werden dem Account eine bestimmte Anzahl an Geräten zugeordnet. Loggt man sich hier länger als 31 Tage nicht ein, bleibt das Gerät nicht mehr verbunden. Geräte, die nicht zum selben Haushalt zählen, werden gesperrt. Personen, die verreisen und Netflix unterwegs nutzen möchten, müssen im Falle einer Sperre einen Code beantragen, mit dem man eine Woche lang streamen kann. Netflix gab noch keine Informationen darüber preis, wie verfahren werden soll, wenn man länger als 31 Tage verreist.

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Wer bisher sein Abo mit einer Person teilt, die außerhalb des Haushalts lebt, der muss sich darauf einstellen, dass die Person entweder gesperrt wird oder regelmäßig zahlen muss. In Südamerika wurde eine Variante getestet, bei der pro Unteraccount 2,99 Dollar fällig wurden. "Wir werden den Mitnutzern die Möglichkeit des Profiltransfers zu einem eigenen Account bieten, sowie den Inhabern die Möglichkeit, ihre Geräte einfacher zu verwalten und Unteraccounts ("Extra-Mitglied") zu erstellen, falls sie für Familie und Freunde zahlen wollen", bestätigt die Streamingplattform. Wann und ob es diese Option auch in Deutschland geben wird, ist unklar.

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