Netflix greift durch: Passwort-Teilen wird 2023 nicht mehr möglich sein

Die Streaming-Plattform wird gegen Account-Sharing vorgehen.

01.01.2023, 12:10 Uhr
Netflix greift durch: Passwort-Teilen wird 2023 nicht mehr möglich sein
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Zahlreiche Streaming-Fans teilten ihre Netflix-Accounts bisher mit Freunden oder Familienmitgliedern. Das soll ab 2023 nicht mehr möglich sein. Der Konzern will gegen das Account-Sharing vorgehen und hat bereits konkrete Pläne.

Bisher konnte man sich problemlos mit dem Passwort einer anderen Person einloggen und ein Profil unter dem eigenen Namen anlegen. Personen, die Unteraccounts angelegt haben, sollen jedoch schon bald zur Kasse gebeten werden. Netflix wird von den Userinnen und Usern eine Extra-Gebühr verlangen. Es wurde bereits seit Monaten über eine Lösung für das Teilen der Passwörter diskutiert. Offenbar hat Netflix nun einen Ausweg gefunden.

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Extra-Gebühr für Unteraccounts

Netflix startete bereits ein kostengünstigeres Abo mit Werbung und bot seit Oktober die Funktion „Profiltransfer“ an. Beides wurde allerdings von der Kundschaft nicht gut aufgenommen. Deshalb sollen nun härtere Maßnahmen ergriffen werden. Denn eine Studie belegt, dass der Konzern wegen des Passwort-Teilens ganze 135 Millionen US-Dollar an monatlichem Umsatz verliert.

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In Afrika wurde das neue Modell bereits getestet. Dort mussten die User im Monat 2,99 US-Dollar pro Unteraccount zahlen. „Wir haben eine durchdachte Variante gefunden, um das Teilen des Accounts zu monetarisieren, und wir werden beginnen, sie Anfang 2023 weiter auszurollen“, heißt es in einem offiziellen Statement. „Wir werden den Mitnutzern die Möglichkeit des Profiltransfers zu einem eigenen Account bieten, sowie den Inhabern die Möglichkeit, ihre Geräte einfacher zu verwalten und Unteraccounts („Extra-Mitglied“) zu erstellen, falls sie für Familie und Freunde zahlen wollen.“ Es ist noch unklar, wann das Modell auch in Deutschland greifen wird und wie hoch die Kosten pro Unteraccount ausfallen werden.

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