Seit Jahresbeginn gilt in Deutschland eine neue Pflicht. Wer Pakete verschickt, die schwerer sind als 10 oder 20 Kilo, muss diese entsprechend kennzeichnen. Dahinter verbirgt sich das neue Postgesetz, in dem unter anderem bestimmte Arbeitsschutzvorschriften festgelegt wurden.
Deshalb sollen Pakete, die besonders schwer sind, künftig nur noch von zwei Zustellern transportiert und ausgetragen werden. Auch eine entsprechende technische Unterstützung ist möglich, falls ein Zusteller allein unterwegs ist. Zwei Gewichtsstufen bestimmen, wie man mit den Paketen vorgehen muss. Pakete, die zwischen 10 und 20 Kilo wiegen, müssen beispielsweise mit dem Symbol „10+“ gekennzeichnet werden.

Bußgeld droht: DHL-Kunden müssen Pakete korrekt kennzeichnen
Pakete, die mehr als 20 Kilo wiegen, müssen hingegen eine „20+“ aufweisen. Wer keinen entsprechenden Paketschein zur Verfügung hat, der kann auch auf eine Kennzeichnung mit kostenpflichtigen Zusatzstickern zurückgreifen. Sowohl private Versender als auch geschäftliche Pakete sind von der Änderung betroffen. Ab April droht bei Nichtbeachtung nun außerdem ein Bußgeld. Nicht nur die DHL ist betroffen, sondern auch andere Paketdienste wie zum Beispiel Hermes.
Das Bußgeld betrifft aktuell allerdings insbesondere DHL-Kunden. Werden schwere Pakete nicht korrekt gekennzeichnet, müssen die Betroffenen eine Aufwandsentschädigung zahlen. Dieses Korrekturentgelt wird auch fällig, wenn die Pakete falsch gekennzeichnet wurden oder der Kunde das falsche Gewicht angegeben hat. Es fallen allerdings nur Kosten in Höhe von 49 bis 99 Cent pro Sendung an.