Nicht jede Technik, die in den neuesten Autos verbaut wird, ist praktisch. Oft kommt es hier auf den besonderen Look und ein modernes Design an. Natürlich müssen die Hersteller strenge Sicherheitsrichtlinien einhalten. Doch der ADAC warnt dennoch vor einem mittlerweile sehr beliebten Feature, das ein „Sicherheitsrisiko“ darstellen kann.
Die versenkbaren Griffe sollen die Türen noch eleganter wirken lassen. Sie fahren heraus, wenn man eine bestimmte Stelle mit dem Finger berührt. Doch Experten sagen, dass dieser modische Trend in Gefahrensituationen zum Problem werden kann. „Für die schnelle Rettung von Personen aus einem Unfallfahrzeug ist es für Ersthelfer wichtig, ein Fahrzeug von außen schnell, einfach und intuitiv öffnen zu können“, heißt es in einer Mitteilung.

ADAC kritisiert Trend: Versenkbare Türgriffe können zum Problem werden
Der ADAC erklärt, dass die versenkbaren Türgriffe die Situation insbesondere für Laien erschweren können. Die Griffe ziehen sich sowohl beim Parken als auch beim Fahren bündig in die Tür zurück. „Gerade, wenn die Stromzufuhr nach einem Unfall gestört ist, könnte der Griff eingefahren bleiben und Unfallhelfer nicht an den Autoinsassen herankommen“, heißt es weiter. Bei entsprechenden Sicherheitstests zeigten die Griffe bisher keine Probleme. In der Realität soll es aber bereits zu Behinderungen gekommen sein.
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Der ADAC empfiehlt deshalb eine mechanische Lösung für das Ausfahren der Türgriffe. So kann man die Tür auch nach einem Crash sowohl von innen als auch von außen problemlos öffnen. In China wurden die Griffe bereits verboten. Ab dem 1. Januar 2027 ist eine mechanische Entriegelungsmöglichkeit Pflicht. Bereits zugelassene Modellreihen der Hersteller müssen bis 2029 umgerüstet werden. Das Verbot könnte sich auf den globalen Automarkt auswirken.

