Im Jahr 2013 feierte der Film „The Wolf of Wall Street“ Premiere. Hollywoodstar Leonardo DiCaprio begeisterte als Jordan Belfort und schrieb gemeinsam mit Margot Robbie und Martin Scorsese Filmgeschichte. Die Story rund um den jungen Mann, der durch illegale Geschäfte reich wurde, basiert auf wahren Begebenheiten.
Denn Jordan Belfort gibt es wirklich. Im Jahr 2007 veröffentlichte er seine Memoiren, die anschließend zu einem erfolgreichen Blockbuster wurden. Nach einem Urteil wegen Anlagebetrugs im Jahr 1998 verbrachte er aufgrund seiner Machenschaften 22 Monate im Gefängnis. Doch was macht der „Wolf“ heute?

Stratton Oakmont: So kassierte Jordan Belfort mehrere Millionen US-Dollar
Vor seiner Inhaftierung lebte Belfort als mehrfacher Millionär ein Luxus-Leben. Er besaß mehrere Häuser, einen Privatjet, eine Yacht und zahlreiche Autos. Mit seinem Unternehmen Stratton Oakmont kaufte er gemeinsam mit seinen Freunden billige Aktien von unbedeutenden Firmen ein und überzeugte nichtsahnende Investoren, ihr ganzes Geld in diese Unternehmen zu stecken. Sie trieben die Preise in die Höhe und verkauften ihren Bestand anschließend wieder mit einem enormen Gewinn. Da der Kurs nur aufgrund ihrer Masche stieg und kein realer Gewinn dahintersteckte, verloren die Investoren ihr gesamtes Geld.
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Das künstliche Aufblähen der Kurse wurde auch „Pump and Dump“ genannt und von Belfort und seinem Team perfektioniert. Durch diese Machenschaften entstand ein Schaden in Höhe von 200 Millionen US-Dollar. Da Jordan natürlich genau weiß, wie man etwas verkauft, arbeitet er heute als Motivationsredner und Verkaufstrainer. Für jeden seiner Auftritte erhält er zwischen 30.000 und 80.000 Euro. Der 63-Jährige hat es also geschafft, seine verrückte Geschichte so gewinnbringend zu vermarkten, dass er auch heute wieder viel Geld verdient. Doch gleichzeitig hat er 110 Millionen US-Dollar Schulden und zahlte bisher nur einen Bruchteil des Geldes an seine Opfer zurück.
Leonardo DiCaprio spricht im Interview über den „Wolf of Wall Street“
„Er ist ein Beispiel für die transformative Kraft des Ehrgeizes und der harten Arbeit. In dieser Hinsicht ist er motivierend wie kein anderer. Ich kenne Jordan seit Jahren (...) nichts ist mit seinen öffentlichen Reden vergleichbar“, sagte Leonardo DiCaprio kurz nach der Veröffentlichung des Films. Belfort besitzt heute unter anderem eine Villa in Miami, in der er regelmäßig zu besonderen Events einlädt. Im April 2022 ging es beispielsweise um den Krypto-Hype, Bitcoin, NFTs und Co. Seine Börsenkarriere wird wohl nie ganz vorbei sein.

