Am vergangenen Dienstag wurde die Eröffnung der diesjährigen Filmfestspiele in Cannes gefeiert. Neben Hollywoodgrößen wie John Travolta und Cate Blanchett sind auch einige deutsche Stars im Wettbewerb vertreten. Erst am Samstagabend wird die goldene Palme im Festivalpalast vergeben, doch für mehrere Filme gab es bereits Standing Ovations.
„Vaterland“ von Pawel Pawlikowski mit Sandra Hüller
Dazu gehört auch „Vaterland“ von Pawel Pawlikowski. In den Hauptrollen sind Sandra Hüller und Hanns Zischler zu sehen. Die beiden deutschen Schauspieler stellen Thomas Mann und seine Tochter Erika dar. Die Kritiker lobten Hüllers Performance bereits in höchsten Tönen. Die 48-Jährige hat demnach gute Chancen auf die Auszeichnung als beste Darstellerin. „Vaterland“ erzählt die Geschichte von Thomas Mann, der gemeinsam mit seiner Tochter während des Kalten Krieges durch das zerstörte Deutschland reist.

„Gentle Monster“ von Marie Kreutzer mit Jella Haase
Auch „Fack Ju Göhte“-Star Jella Haase schritt über den berühmten roten Teppich auf der Croisette. Die Schauspielerin ist an der Seite von Léa Seydoux und Catherine Deneuve in dem Film „Gentle Monster“ zu sehen. Hinter der Kamera nahm die österreichische Regisseurin Marie Kreutzer Platz. Im Mittelpunkt steht die Konzertpianistin Lucy, deren Ehemann eines Tages von der Polizei verhört wird. Sie zweifelt an, dass sie den Menschen überhaupt kennt, mit dem sie seit Jahren verheiratet ist. Jella Haase spielt Elsa, die Sonderermittlerin der Polizei.

„Das geträumte Abenteuer“ von Valeska Grisebach
Mit „Das geträumte Abenteuer“ gibt es ein weiteres Werk mit deutscher Beteiligung, welches sich 2026 im Wettbewerb von Cannes befindet. Es handelt sich um ein Drama von Valeska Grisebach. Im Mittelpunkt steht eine Frau, die sich in einer Grenzstadt im Südosten Bulgariens auf einen gefährlichen Handel einlässt. Der Film wird seine Weltpremiere bei den Filmfestspielen in Frankreich feiern. Die deutsche Regisseurin ist unter anderem bekannt für Produktionen wie „Western“ und „Narben“, die 2007 und 2017 veröffentlicht wurden.
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„Moulin“ von László Nemes mit Lars Eidinger
Lars Eidinger ist dieses Jahr gleich zweimal in Cannes vertreten. Im Wettbewerb ist der Film „Moulin“ zu sehen, in dem es um den Anführer der französischen Résistance, Jean Moulin, geht. Der Regisseur László Nemes ist für die Regie verantwortlich und wurde von den Kritikern ebenfalls hoch gelobt. Das Drama wurde am Sonntag vorgestellt. Lars Eidinger verkörpert den NS-Kriegsverbrecher Klaus Barbie. Jean Moulin wird von Gilles Lellouche dargestellt. Es handelt sich zwar um Eidingers einzigen Beitrag im Rahmen des Wettbewerbs, doch in der Rubrik „Cannes Première“ feierte darüber hinaus der Film „Heimsuchung – Eine Jahrhundertgeschichte“ von Volker Schlöndorff Premiere. Für das Drama stand der 50-Jährige gemeinsam mit Martina Gedeck und Susanne Wolff vor der Kamera.

