In Großbritannien sorgen neue Abschiebepläne aktuell für Diskussionen. Der Politiker Nigel Farage hat angekündigt, über 500.000 Migranten abschieben zu wollen, sollte er die Wahl gewinnen. "Die Stimmung im Land zu diesem Thema ist eine Mischung aus völliger Verzweiflung und wachsender Wut", erklärte der Politiker gegenüber der Presse.
Im Rahmen dessen stellte er sein Programm "Operation Restoring Justice" vor. Illegale Einwanderer sollen somit ausgewiesen und auch die Überquerung des Ärmelkanals gestoppt werden. Farage argumentierte, dass die Migranten die Sicherheit Großbritanniens bedrohen und Frauen gefährden würden. Die Partei des 61-Jährigen, Reform UK, führt bereits seit einem Jahr sämtliche Meinungsumfragen an.

Gegen illegale Einwanderung: Nigel Farage will über 500.000 Migranten abschieben
Zahlreiche Einwanderer kommen mittels kleiner Boote über den Ärmelkanal nach England. Farage erklärte, dass alle, die über diesen Weg einreisen wollen, von ihm zurückgeschickt werden, wenn er Premierminister ist. Das beträfe auch Kinder und Frauen. Der Politiker betitelte die Einwanderung als "echte Gefahr für die öffentliche Ordnung". In der ersten Hälfte des Jahres 2025 seien laut des Innenministeriums 21.100 Menschen über den Ärmelkanal illegal in das Vereinigte Königreich gekommen. Es handele sich um 56 Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
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Farage betonte außerdem, dass es sich bei den Migranten hauptsächlich um junge Männer handelt. Die aktuelle Regierung unter Keir Starmer hat sich der aktuellen Lage bereits angenommen und ein Abkommen mit Frankreich vereinbart. Die illegale Einwanderung soll so effektiv gestoppt werden. Die nächste britische Unterhauswahl wird im Jahr 2029 stattfinden.