Das Jahr 2020 ist nun beendet worden und seit dem 1. Januar 2021 hat sogar ein komplett neues Jahrzehnt begonnen. Auch in diesem Jahr gibt es einige neuen Gesetze und Regelungen, von denen wir einige in diesem Artikel behandeln.
Der Führerschein wird teurer und dauert etwas länger

Ab Januar 2021 gilt bundesweit die „Optimierte Praktische Fahrerlaubnisprüfung“ (OPFEP). Grund für die Änderung ist die drastische Zunahme der Unfälle von Fahranfängern. Immer wieder hagelte es Kritik, dass die neuen Fahrschüler viel zu schnell an ihren Führerschein kommen, ohne viel am öffentlichen Straßenverkehr teilgenommen zu haben. Wer ab 2021 einen Führerschein machen möchte, wird jetzt höherem Prüfungsstress ausgesetzt sein. Die ganze Prüfung soll etwas länger dauern und statt 90 Euro wird der Preis bei der DEKRA auf 117 Euro pro Prüfung erhöht. Fahrlehrer, Fahrschüler und Prüfer werden ab diesem Jahr ein digitales Prüfprotokoll verwenden müssen, das einige Abläufe vereinfachen soll.
Der Solidaritätszuschlag fällt weg

Ab 2021 müssen die meisten Bürger keinen Solidaritätszuschlag (Soli) mehr zahlen. Etwa 90 Prozent der zahlenden Bürger sollen betroffen sein und werden entlastet. Die Freigrenze wurde nämlich von 972 Euro auf 1.944 Euro angehoben.
Der gesetzliche Mindestlohn wird stufenweise erhöht

Eine weitere positive Veränderung betrifft den gesetzlichen Mindestlohn. Beläufte er sich damals noch auf 9,35 Euro brutto pro Stunde, wird er ab Januar auf 9,50 Euro ansteigen. Die nächste Erhöhung um jeweils 10 Cent soll dann ab dem 1. Juli statt finden. Das Bundeskabinett möchte, dass sich der gesetzliche Mindestlohn so bis zum 1. Juli 2022 auf 10,45 erhöht und hatte bereits im Oktober letzten Jahres den geplanten Änderungen zugestimmt.
Der Personalausweis wird ab diesem Jahr teurer

Wenn du deinen Personalausweis verlierst oder einen neuen beantragen musst, weil der alte abgelaufen ist, wirst du ab diesem Jahr etwas mehr Geld bezahlen müssen. Statt 28,80 Euro werden jetzt 37,00 Euro für einen neuen Personalausweis fällig.
Die Kfz-Steuer steigt

Wir hatten schön über die teure Kfz-Steuer berichtet. Bürger, die einen Neuwagen anmelden möchten, der mehr als 195 Gramm CO2 pro Kilometer ausstößt, muss ab 2021 eine höhere Kfz-Steuer bezahlen. Autos, die viel weniger ausstoßen, sollen dafür einen geringeren Aufschlag zahlen und auch Pendler können sich auf dieses Jahr freuen. Die Pendlerpauschale wird ab dem 21. Kilometer auf 35 Cent angehoben.
Die Grundrente kommt

Die Große Koalition setzte sich im Sommer für die Grundrente ein und hatte Erfolg. Renter, die ein niedriges Einkommen haben, werden ab 2021 vom Staat unterstützt. Alle, die mindestens 33 Jahre lang Rentenbeiträge aufweisen können, dürfen sich freuen. Es lohnt sich als Betroffener also mal bei den netten Beamten anzurufen und sich darum zu kümmern.
Die Homeoffice-Pauschale für Heimarbeiter

Die Corona-Krise sorgte weltweit für einen Anstieg von Heimarbeitern. Wer im Homeoffice arbeitet, kann pro Tag eine Pauschale in Höhe von fünf Euro geltend machen. Die Pauschale wird dann mit den Werbungskosten verrechnet. Wer einen guten Steuerberater hat, der kann ihm die Arbeit überlassen und wer die Steuern selber fertigt weiß ja jetzt, wie hoch der Betrag ist, den man pro Tag eintragen darf.
Das Kindergeld und der Kinderfreibetrag steigen

Auch für Familien gibt es positive Nachrichten. Im neuen Jahr wird nämlich das Kindergeld um 15 Euro erhöht. Für die ersten beiden Kinder erhalten Familien also 219 Euro, für das dritte Kind gibt es 225 Euro und ab dem vierten Kind wird jeden Monat 250 Euro überwiesen. Der Kinderfreibetrag wird um mehr als 500 Euro auf 8.388 Euro erhöht.
