Die Pyramiden von Gizeh gehören zu den ältesten Bauwerken der Welt und gelten als Wahrzeichen Ägyptens. Sie wurden vor rund 4.500 Jahren errichtet und locken jährlich Millionen Besucher an. Vor ihnen steht die Sphinx. Die Löwenstatue mit Menschenkopf komplettiert den eindrucksvollen Anblick inmitten der Wüste.
Ein einmaliger Anblick, oder etwa nicht? Forscher aus Italien haben kürzlich eine beeindruckende Entdeckung gemacht, die sie dazu animierte, die These aufzustellen, dass es womöglich eine zweite Sphinx geben könnte. Filippo Biondi stellte seine Untersuchungsergebnisse in der vergangenen Woche im US-Podcast „Matt Beall Limitless“ vor.

Unterirdische Strukturen: Forscher glauben, es gibt noch eine zweite Sphinx
Doch wie kommt Biondi zu dieser Annahme? Tatsächlich gibt es gleich mehrere Hinweise, die auf die Existenz einer zweiten Sphinx hindeuten. Dazu gehört die sogenannte „Traumstele“, bei der es sich um ein Steinmonument handelt, welches sich zwischen den Vorderpfoten der riesigen Statue befindet. Auf dieser Stele, die 1401 v. Chr. von Pharao Thutmosis IV. errichtet wurde, sind nämlich zwei Sphinxfiguren zu sehen. Vor einigen Jahren wurden bereits Grabungen in diesem Zusammenhang durchgeführt, die jedoch ohne Ergebnis blieben.
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Biondi stützte sich darüber hinaus auf die Satellitenradartechnologie. Gemeinsam mit Experten wurden Untersuchungen des Bodens durchgeführt. Unter einem Hügel sollen sich den Ergebnissen zufolge weitere Bauwerke befinden. Es wurden Schächte entdeckt, die denen ähneln sollen, die sich unter der Sphinx befinden. Biondi erklärte, dass nun weitere Untersuchungen folgen müssen. Schon im vergangenen Jahr sprach er von einer „unterirdischen Megastruktur“ in Gizeh. Allerdings gelten seine Thesen als umstritten. Keine seiner Behauptungen konnte bisher durch offizielle Grabungen bestätigt werden. Ob sich das wohl in den kommenden Monaten ändern könnte?

