Deutschland kämpft aktuell mit der dritten Hitzewelle des Jahres. In vielen Teilen der Bundesrepublik herrschen Temperaturen von über 37 Grad. Der Rhein hat mittlerweile in Köln einen historischen Tiefstand erreicht und zahlreiche Kommunen führen Regeln für den Verbrauch von Trinkwasser ein.
Die hohen Temperaturen und die fehlenden Regenwolken haben außerdem zu extremer Trockenheit geführt, was wiederum die Waldbrandgefahr ansteigen lässt. Nach den verheerenden Bränden in Frankreich und Spanien brennt es an der deutschen Grenze bereits. In den Niederlanden ist kürzlich ein Großbrand außer Kontrolle geraten. In einem Naturschutzgebiet bei Oostrum vergrößerte sich die betroffene Fläche auf 100 Hektar. Doch die Waldbrandgefahr macht nicht vor der Grenze Halt.

Behörden warnen vor Waldbrandgefahr: An der deutschen Grenze brennt es bereits
Die hohen Temperaturen allein entzünden das Feuer nicht. Stattdessen stecken fast immer menschliche Auslöser dahinter. Allerdings brennen die Wälder schneller und stärker, wenn es trocken und heiß ist. Hinzu kommen extreme Unwetter, die ebenfalls zur Ausbreitung beitragen können. In Deutschland ist die Gefahr in Bundesländern wie Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen besonders hoch. Dabei spielt auch die Art des Waldes eine Rolle. Beispielsweise brennen Mischwälder schlechter als Kiefern.
Erste Bundesländer erhöhen Warnstufen wegen Waldbrandgefahr
Wie die Deutsche Presse-Agentur bekannt gab, wurde die Gefahrenstufe in nahezu allen Teilen Brandenburgs am Dienstag auf Stufe 3 angehoben. Brandenburg gilt aufgrund der Kiefernwälder, des Sandbodens und der geringen Niederschlagsmengen als eine Art „Hotspot“ für Waldbrände. Doch auch in anderen Bundesländern ist es laut dem Deutschen Wetterdienst kritisch. „Die größte Gefahrenlage für Waldbrände besteht in Baden-Württemberg. Dort ist sie am höchsten. Außerdem im Rhein-Main-Gebiet und in Bayern“, erklärte Christopher Böttcher, Waldbrandexperte beim DWD. Das hessische Forstministerium rief kürzlich ebenfalls die erste von zwei Alarmstufen für Waldbrandgefahr aus.
Brände verhindern: Was in Deutschland streng verboten ist
Deshalb ist es besonders wichtig, sich an Regeln zu halten und kein Risiko für Menschen, Tiere und die Natur einzugehen. Schon ein kleiner Funke kann bei den aktuellen Bedingungen genügen, um ein Feuer zu entfachen. Man sollte keine Zigarettenreste aus dem Auto werfen, Zufahrtswege für die Feuerwehr freihalten, im Wald oder in der Waldnähe auf keinen Fall grillen oder ein Feuer entzünden und sein Fahrzeug nicht auf ausgetrockneten Böden abstellen. Natürlich ist das Rauchen im Wald ebenfalls verboten. Zudem sollte man keine Kerzen, Fackeln oder Laternen anzünden. All diese Handlungen sind streng verboten und können zu hohen Geld- und Freiheitsstrafen führen.

